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Nieder mit der Snooze-Taste

Mein Wecker klingelt um 6 Uhr. Aber erst eine halbe Stunde später stehe ich auf. Dazwischen liegen: Snooze-Taste, Snooze-Taste und nochmal Snooze-Taste. Mit diesen 30 Minuten zögere ich das Aufstehen voll im deutschen Durchschnitt heraus. Wir lieben die Schlummertaste, das faule Liegenbleiben, das Noch-einmal-Umdrehen. Nur für einige wenige Augenblicke klammern wir uns an die Illusion, die Nacht sei noch nicht vorbei.

Nein, Aufstehen gehört nicht zu unseren Lieblingstätigkeiten. Aber Schlummern ist auch keine Lösung, Leute. Im Gegenteil. Wer regelmäßig die Snooze-Taste drückt, wird dauerhaft müder.

Schlummern macht müde

Warum ist das so? Nach dem Einschlafen fallen wir für ein paar Stunden in zwei Tiefschlafphasen, in denen man uns kaum wach bekommt. Je weiter es gegen Aufwachzeit geht, desto leichter wird der Schlaf, bis wir uns in einer Leichtschlafphase befinden. Dann schlägt der Wecker zu. Fallen wir jetzt auf die Verführung der Schlummertaste rein, sinkt der Körper wieder in einen tiefen Schlaf, aus dem er nur mit Mühe wieder rauskommt. Wir sind nach dieser halben Stunde also müder als beim ersten Wecker-Klingeln. Es heißt also nicht von ungefähr: Snoozers are Losers.

Mit der Schlummerei greifen wir also in den gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus ein (Zirkadiane Rhythmus), der sich normalerweise mit dem Tag-Nacht-Rhythmus synchronisiert. Daraus resultiert nicht nur eine neue morgendliche Müdigkeit, sondern das Verhalten kann sich auf den ganzen Tag auswirken, uns unkonzentrierter und unproduktiver machen.

Das Schlummern kollidiert außerdem komplett mit allen guten Vorsätzen: Schmiegen wir uns tiefer in die Kissen, bleibt kaum Zeit ein paar erfrischende Dehnübungen oder  Sonnengrüße, für eine Runde Jogging oder eine Meditation. All dies wäre ein schlauerer Start in den Tag, jede dieser Angewohnheiten macht fit, fokussiert und gleichzeitig gesund entspannt.

Wege aus den Snooze-Dilemma

Wer sich an seine Schlummertaste gewöhnt hat, muss zuerst seinen natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus wieder aktivieren. Dafür muss eventuell etwas herumexperimentiert werden.

Die ideale Schlaflänge liegt bei gesunden Erwachsenen zwischen 6 und 9,5 Stunden, je nachdem, ob man eher ein Kurz- oder ein Langschläfer-Typ ist. Diese Dauer gälte es zu etablieren und einzuhalten. Außerdem sollte man vor Mitternacht ins Bett gehen, am besten immer zur selben Uhrzeit. Jetzt stellt man sich den Wecker mal 15 Minuten früher oder 15 Minuten später und beobachtet, wann einem das Aufstehen leichter fällt. Hat man seine ideale Zeit gefunden, passt sich der Schlaf-Wach-Rhythmus ziemlich exakt an. Meist ist man sogar 2-3 Minuten vor dem Weckerläuten wach.

Jetzt muss man nur noch Aufstehen. Nicht Schlummern!

Hier noch ein Video, um das Snooze-Dilemma zu veranschaulichen:




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