Urlaubs-Blues

Urlaub: 5 Tipps gegen den Liebes-Blues

Cocktails am Strand, ein bisschen Sport, lecker Essen, etwas Kultur als Zuckerguss auf insgesamt viel Zeit füreinander. Wir nennen das: Urlaub. Für viele die schönsten Tage des Jahres. Das zumindest erwarten wir von einer Zeit, der wir in schönster Regelmäßigkeit sehnsüchtig entgegen blicken.

Doch was, wenn alles anders kommt? Kuscheln und Cocktails zum Trotz plötzlich die Liebe leidet? Eine Umfrage des Reiseanbieters Travelzoo kommt zu dem Ergebnis, dass sich 6 % der Deutschen im Urlaub häufiger streiten als zu Hause. Und wem das keine Warnung ist: Jede dritte Scheidung wird gleich danach eingereicht.

Daheim hat jeder Zeit für sich: eigene Hobbies, die Arbeit, berufliche und private Termine. Alle dienen der räumlichen Trennung von Paaren oder Familien. Eine ideale Strategie zur Streitvermeidung, die Paare im Alltag im Schnitt zirka 10 Minuten gemeinsame Redezeit lässt. In den Ferien verbringt man plötzlich 24 Stunden miteinander. Ein ungewöhnlicher Zustand – und sicher umso problematischer, wenn ausgerechnet jetzt die Geigen noch höher hängen, noch süßer fiedeln sollen.

Meist unvorbereitet wird von den Urlaubenden statt dessen eine besonders hohe Kompromissbereitschaft abverlangt, da jeder eigene Ansprüche mitbringt. Er möchte nach der Mountainbike-Tour eine Runde Speedboot fahren, sie den Tag am Strand mit einem Buch verbringen. Und der Nachwuchs? Vergnügungspark? Delphine sehen? Campen? In der Soziologie hat dieses Urlaubsdilemma zum Erwartungs-Erfüllungs-Modell geführt, eigene Formel inklusive:

Urlaubszufriedenheit (Reisezufriedenheit) = Summe (Wichtigkeit x Erfüllungsgrad von Motiven und Erwartungen)

Übersetzt heißt das: Die persönliche Urlaubszufriedenheit ist von der Erfüllung der individuellen Erwartungen und Wünsche an diesen Urlaub abhängig. Je umfassender die eigenen Vorstellungen umgesetzt werden, desto besser ist der Urlaub. Blöd nur, wenn alle etwas anderes wollen (und das ist in aller Regel irgendwann der Fall).

Was tun, wenn man dennoch als glücklich entstresste Einheit aus dem Urlaub zurück kommen möchte?! Wir hätten da ein paar Tipps:

Pläne schmieden

Im Vorfeld jeder gemeinsamen Reise ist die (grobe) Planung eine sehr gute Idee. Was soll die Auszeit bringen? Ist eher Erholung nötig oder Action möglich? Wo könnten diese Ideen am besten umgesetzt werden? Wie viel würde und darf es kosten? Hotel oder Ferienwohnung oder Rundreise? In solche Überlegungen gehören alle Beteiligten eingebunden, damit sie ihre Wünsche äußern können.

Gemeinsamer Urlaub, getrennte Aktivitäten

Wer sagt, dass man im Urlaub alles zusammen unternehmen muss? Er hat doch viel mehr Freude am geliebten Tauchtrip, wenn sie nicht unglücklich an Bord hockend auf ihn wartet, sondern lieber einen relaxten Ausflug mit den Kindern macht. Oder am Strand mit neuen Freunden eine Partie Volleyball spielt. Vielleicht haben dann danach beide Lust, etwas komplett Neues zu probieren – zum Beispiel in eine Yoga-Stunde schnuppern. Das kann für den Gemeinschaftssinn ebenfalls Wunder wirken, wie Kristin Rübesamen weiß.

Wunschkonzert

Tagespläne beim Morgenkaffee sind eine hervorragende Konfliktbremse. Wenn jeder einmal bestimmen darf, weil er oder sie sich eine gemeinsame Aktivität wünscht, erleben alle etwas Neues und jeder fühlt sich wahrgenommen und wertgeschätzt. Und als Paar hat man natürlich noch mehr Wünsche frei. Einzige Bedingung: ein offenes Herz und Neugier (statt Kritik).

Digital Detox

Beim kleinsten Anzeichen von Langeweile neigen wir zur Ablenkung. Heute heißt das: der Griff zum Smartphone. Was bei unserem Gegenüber sofort den Eindruck vermittelt, dass wir kein Interesse an ihm oder den Dingen haben, die er/sie gerade macht. Versucht einmal, wenigstens die Hälfte des Urlaubes in eine Handy-freie Zone zu verwandeln. Das senkt außerdem den Stressfaktor von außen.

Zweisamkeit genießen

Ich reist mit Kindern? Dann gönnt euch Pausen vom Familiendasein. Bucht eine Kinderbetreuung und geht schick essen – als Paar! Und macht euch vielleicht sogar schön füreinander 😉 Solche Momente kommen in Familien oft zu kurz und sollten im Urlaub ruhig genutzt werden.




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