Bio-Abwehr_Mücken_Ginger

Wie ihr Mücken mit Kräutern an den Kragen geht!

Ich hänge mich mal weit aus dem Wetter-Fenster und prophezeie einen sonnigen Sommer. Selbst im Norden schöne laue Abende – so soll, so wird, so muss es bitte sein.

Leider gefällt so ein Sommer außer uns auch den Insekten, Mücken inklusive. Ja, die sind Vogelfutter, und nein: außer den Federfreunden braucht diese Sauger niemand.

Sorry, aber bei diesen Plagen hört meine grundsätzliche Gewaltlosigkeit auf. Merke: Nur eine tote Mücke ist eine gute Mücke.

Damit sie mir – ohne Einsatz von Spray-Chemie! – diesen Sommer gar nicht erst auf die Pelle rücken, werde ich meinen Vor- und Kräutergarten entsprechend preppen (so nennt die globale Netzgemeinde heutzutage das, was zu Deutsch vorbereiten heißt 😉 ).

Mücken und andere Stechinsekten reagieren auf Hautausdünstungen – deshalb piksen sie auch nicht alle Menschen gleich gern. Sitze ich mit Freunden am Sommerabendtisch, können zum Beispiel alle beruhigt sein. Denn mich haben Stechmücken einfach zum Fressen gern.

Da sie auf Gerüche reagieren, halten gewisse Odeurs sie uns glücklicherweise auch vom Hals. Als langjährige Mückenexpertin streue ich an dieser Stelle gerne noch ein persönliches Feldforschungsergebnis ein: Ich habe früher Süßigkeiten regelrecht in Massen vernascht. Seit ich damit aufgehört habe, werde ich weniger gestochen … Vielleicht stehen die Biester also auf zuckersüßes Blut.

Gewisse Gerüche aus der Pflanzenwelt wirken sogar doppelt präventiv: Sie überdecken menschlichen Eigengeruch und sind zusätzlich bei Mosquitos unerwünscht. Von diesen sollten wir uns also mehr besorgen – umso mehr, wenn diese Aromen uns Menschen gefallen.

Ich empfehle ja das eigene Anpflanzen, so als Neu-Gartenbesitzerin. Sind diese Pflanzen in eurer direkten Nähe oder idealer Weise sogar auf eurer Haut, haben sie maximale Wirkung. Ihr könnt diverse der unten stehenden Kräuter also einfach pflücken, die Blätter in den Händen zerreiben und diese dann direkt auf eure Arme und Beine reiben.

Zitronenmelisse

Ihre weißen Blüten und ihr dezent zitrischer Duft machen sie bereits Vorgarten-tauglich, und dann hat Zitronenmelisse auch noch viele heilende Eigenschaften. Die mehrjährige Pflanze ist daher sowieso Pflicht im Garten – was die Mücken allerdings völlig anders sehen.

Katzenminze

In vielerlei Hinsicht heilsam und nützlich, ist diese aromatisch duftende Minze-Verwandte dank eines Inhaltsstoffs namens Nepetalacton ein Anti-Mücken-Mittel: Katzen lässt es dagegen minutenlang durchdrehen, und auch Menschen verhilft es offenbar zu Drogenräuschen.

Tomaten

Auf die aromatischen Nachtschattengewächse stehen Stechmücken so gar nicht. Es gibt sehr viele unterschiedliche Tomatenpflanzen – ich bin in der glücklichen Situation, jedes Jahr zwei, drei neue Pflanzexperimente meiner Nachbarin begleiten zu dürfen. Sie probiert immer wieder neue Sorten, setzt die Nutzpflanzen an – und schenkt mir dann, was aufgegangen ist, aber in ihrem Garten keinen Platz mehr hat. Zerreibt einmal die Blätter der Tomate: sehr würzig und das so gar nicht nach dem Geschmack der gemeinen Stechmücke.

Lavendel

Die Schöne hält so ziemlich alles von euch und auch von benachbarten Pflanzen fern, was schädlich oder nervig ist: Mücken, Motten, Stubenfliegen. Jeder kennt den beruhigenden stimmungsaufhellenden Duft ihrer Blüten, der sowohl im Raum als auch direkt auf die Haut gerieben außerdem einen schützenden Effekt vor Insektenstichen hat.

Minze

Als ätherische Ölessenz hält die robuste und überall wuchernde Minze (die es in super Varianten gibt!) ausgewachsene Mücken fern und tötet außerdem die Larven gewisser Mückenpopulationen.

Duftpelargonie

Auch Mückenpflanze genannt, wächst die angenehm zitrisch duftende Zierpflanze auch gern im Haus, auf dem Balkon oder in großen Kübeln. Ihre Funktion als herausragende Mückenabwehr allerdings ist unbewiesen, vielleicht eher ein moderner Mythos. Dennoch: reibt sie gern einmal auf die Haut – vielleicht reicht dieses natürliche Mittel für euch persönlich ja durchaus.

Räuchern mit Salbei + Rosmarin

Jedes Lagerfeuer ist eine Einladung, gleich ein bisschen Salbei und Rosmarinzweige auf ein bisschen Glut zu legen. Der Rauch, der dabei entsteht, duftet exotisch, reinigt den Ort und hält euch jede Menge nerviges Flattergeviechs vom Leib.

Basilikumöl gegen Larven

Ihr wollt direkt der Larve ans Leder? Dann versucht es mit aromatischem Basilikum. Einer Studie zufolge sind die ätherischen Öle dieser Gewürzpflanze Gift für die Blutsauger-Brut. Mücken legen ihre Eier in stehende Gewässer an; Regentonnen, kleine Gefäße oder auch nur länger stehende Pfützen solltet ihr regelmäßig untersuchen.

Und falls es doch ein Mückenspray sein soll:

Mein langjährig in den Tropen erprobtes Abwehrspray ist das „Mosquito Defense Water“: alles natürlich, lecker limonig im Duft und auch für Kleinkinder zu verwenden, wenn als Alternative Denguefieber oder Malaria drohen. Ihr bekommt es überall im Netz.

Und haben euch die Biester doch erwischt: Mit winzige Stromstöße aussendenden Kleingeräten wie dem Disc-o-Click reduziert ihr die Schwellung und den Juckreiz ganz hervorragend: Die Stromhitze der Piezo-Elektrik zerstört die Enzyme im von der Mücke in die Haut abgegebenen Sekret. Das ist vor allem für Menschen eine tolle Erfindung, die allergisch und mit starken Schwellungen auf Insektenstiche reagieren!




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