Online_Coaching_3_Ginger

Dear Diary, bin ich wirklich so krass negativ?!

Mein 3. Morgen ins Online-Coaching startet in Super Slow Motion. Ich stelle den Wecker weiter und weiter, trinke Milchkaffee in Mengen und überlege beim Frühstück, was heute ansteht. Ach ja, die Auswertung der Profil-Tests! Ob ich jetzt wohl erfahre, was mir zum großen Glück fehlt?

Denn mal ehrlich, irgend was ist doch immer, für jeden. Manchmal fehlt nichts Weltbewegendes oder Wesentliches (mehr Zeit für Sport). Manchmal fehlt sehr viel (eine funktionierende Partnerschaft). Dann fokussieren wir uns auf diesen Mangel und die dunklen Wolken über uns werden von Tag zu Tag dichter.

Mein unsicherer Anteil hat heute Morgen jedenfalls leichtes Spiel: Ob ich mir gleich vor Frust über mein Körper-Geist-Herz-Seele-Testergebnis die Bettdecke wieder über die Ohren ziehen muss? Ich weiß ja schon, dass ich mit einigen Aspekte in meinem Leben komplett unzufrieden bin: Im Job, beim Thema Partnerschaft, in Beziehungen ist überall gut Luft nach oben.

Erst will mich deshalb gar nicht einloggen. Dann siegt doch die Neugier. Vielleicht schlummert ja viel zu viel ungenutztes Potential? Oder sind K, G, H und S und damit die vier Säulen meiner Persönlichkeit doch im Lot? Besser wär’s, denn sie sollen ja die Basis für ein erfolgreiches und erfülltes Leben bilden …

Oh weh, ist es da: mein Testergebnis!

Die meisten Punkte, teilt mir mein Online-Coaching mit, erziele ich im Bereich „Körper“. Allerdings ist damit nicht meine Fitness, sondern das Leben gemeint. Alles gut: In Sachen Energie, Handlungskraft, Flexibilität und Achtsamkeit bin ich gar nicht so schlecht aufgestellt. Nach kurzem Jubel falle ich beim Gebiet „Geist“ dagegen fast vom Küchenstuhl.

Hier habe ich die wenigsten Punkte überhaupt. Wie kann das denn sein?

Okay, Geist steht zum Glück nicht fürs Denkvermögen. Sondern um die Art und Weise, wie ich über mich, die Welt und die Chancen in meinem Leben denke. Gehe ich echt so krass negativ durchs Leben? Stimmt schon, ich brauche seit einem „Handarbeitsunfall“ in der Grundschule (ich hatte meinem Strick-Pumuckl den Arm falsch herum angenäht) immer viel, viel Bestätigung von anderen.

Ich setze zwar immer wieder auf neue Chancen im Leben, aber im tiefsten Inneren zweifle ich. Seit einem fatalen Tanzkurs als 15-Jährige klebt mein Selbstbewusstsein mit Hut unterm Teppich. Damals bekam ich – von einer Klassenkameradin, natürlich, nur Kinder sind so grausam – zu hören, ich hätte eine „Rübennase“. Wie oft ich seitdem „Nase + OP“ gegoogelt habe, weiß ich nicht.

Außerdem habe ich die Gewohnheit, mich ständig selbst klein zu reden. Von „Wieso haben alle so viel mehr Instagram-Follower?“ bis „Niemand mag mich schaffe ich es ständig, mich kleiner zu machen, als ich bin. Wirklich blöd, dass gerade im Kopf der Schlüssel für eine dauerhafte Veränderung liegen soll.

Auch wenn ich den grad sprichwörtlich in den Sand stecken möchte, muss ich noch die beiden letzten Punkte checken. Während „Herz“ für die Qualität der Beziehungen in meinem Leben steht, sagt mir die Säule „Seele“, wie beseelt ich von dem bin, was ich täglich tue.

Beide Bereiche liegen in etwa gleich auf. Wirklich beseelte Menschen, sagt mein Online-Coach, erkenne man übrigens an dem Leuchten in ihren Augen. Nein, ich bin nicht mal eben kurz vor den Spiegel gerannt! Ich weiß ja, dass es sich dabei um Menschen wie Cristián Gálvez selbst handelt; Menschen, die ihre Talente, Fähigkeiten und Potentiale leben.

Nur etwa 15 Prozent aller Menschen, sagt er, würden eine hohe emotionale Verbundenheit zu ihrem Unternehmen spüren. Ganz schön wenig, oder? Gut, dass wir auch im privaten Bereich beseelt sein können, wenn wir mit anderen Menschen, beim Sport oder Lesen, Zeit und Raum vergessen. Dieses Gefühl häufiger rauskitzeln zu können, das wäre grandios.

Energiegeladener und erfüllter möchte ich mich nämlich auf jeden Fall fühlen. Je höher die vier Säulen klettern, desto wahrscheinlicher wird das. Geist und Herz sind also meine besonderen Kandidaten. Puh, wie schaffe ich es, dass die beiden bald viel höher sind?

Vielleicht ist dieser affirmative Satz, den ich täglich wiederholen soll, dabei behilflich: „Ich kann, darf und werde heute meinem Leben noch mehr Fülle geben“. Ich hoffe, ich vergesse den Spruch nicht gleich wieder. Dann kann es gut sein, dass ich morgen früh schon viel beschwingter aus dem Haus gehe.

Stay tuned!

 




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