Reflections_Coaching

Dear Diary, ich date mich jetzt selbst

Das Nagen der Fragen – wer kennt es nicht! Bin ich stark oder schwach? Haben es andere leichter im Leben? Könnte ich mehr erreichen – und will ich das überhaupt? Einige solcher Fragen liegen heute, am ersten Tag meines Online-Persönlichkeits-Coachings, vor mir – als Test, den ich so ehrlich wie möglich beantworten soll.

Aber eins nach dem anderen. Erst einmal etwas eine ganz unpsychologische Beobachtung, die ich aber nicht auslassen möchte: Ich finde so ein reines Online-Training wirklich praktisch. Ich kann es überall machen, ohne feste Termine, jederzeit zwischen Job und Freizeit. Heute setze ich mich am Nachmittag an den Computer (Bleistift, Papier und den zweiten Aufguss Grüntee von heute Morgen neben mir) und logge ein.

Erste Schritte ins Programm – noch geht es mir … gut!

Was passiert wohl als erstes? Okay – ich darf mir gratulieren lassen, wie schön. Cristián beglückwünscht mich im Einführungsvideo zu meiner Entscheidung. Ich hoffe, das überlegt er sich nicht noch anders.

Nur wenige Personen kämen überhaupt so weit wie ich, höre ich. Allerdings ist damit nicht die vergebliche Suche nach dem Log-in-Button gemeint. „Die meisten Menschen wünschen sich zwar mehr Glück und Lebensfreude, kommen aber nie ins Handeln“, sagt mein virtueller Coach und bedankt sich gleich ein erneut, dass ich mit ihm auf Persönlichkeitsreise gehe.

Dann geht’s los! Ich erfahre, dass ich mich in den kommenden drei Wochen selbst „date“, sprich: außergewöhnlich viel Zeit mit mir verbringen werde. 30 Minuten pro Tag sollen für das Programm frei geschaufelt werden. Wer das zeitlich nicht schafft, kann das Programm auch ausdehnen. Doch wie bei so vielem gilt: Je häufiger man übt, desto besser das Ergebnis.

Eines klitzekleiner „Vertrag“ ist der nächste Schritt: Jeder Teilnehmer muss sich für den vorzeitigen Abbruch eine empfindliche Strafe ausdenken. Wahrscheinlich lässt auch meine aktuelle Anfangseuphorie irgendwann nach. Ich nehme mir aber vor, dann immer daran zu denken, wie oft ich mir gewünscht habe, damals nicht aus dem Schwimmverein ausgetreten zu sein. Ich könnte jetzt lässige Delphin-Bahnen durchs Becken ziehen!

Ich lade mein Coaching-Arbeitsbuch herunter, drucke es aus, und dann erklärt mir Cristián, dass jede Veränderung mit einem Bewusstsein dafür beginnt, wo genau man gerade im Leben steht. Und so bitte mich das Programm, mein persönliches „KGHS-Profil“ zu erstellen. Die Abkürzung steht für „Körper, Geist, Herz, Seele“, (was ich allerdings erst später erfahre …)

Das Profil soll mir ein klares, unverfälschtes Bild „für den Start meiner Reise zu mehr Souveränität, Erfolg, Lebendigkeit, besseren Beziehungen und Freude im Leben“ erhalten. Hmm.

Immerhin: Durchfallen ist nicht. Ich lese noch die erste meiner 21 „Coaching Cards“, auf der quasi die Quintessenz der heutigen Einheit noch mal kurz und knackig zusammengefasst ist, und mache mich an den Fragebogen.

Ob ich ein bisschen schummle?

Er besteht aus 40 Aussagen, darunter „Wenn ich andere Voraussetzungen in meinem Leben gehabt hätte, dann wäre ich glücklicher oder erfolgreicher“, „Manchmal denke ich: Andere sind besser“, „Ich bin sehr selbstsicher“ oder „Ich sollte häufiger Sport treiben“.

Bei einigen überlege ich ernsthaft, mich einige Punkte besser zu schummeln, um nicht schlecht dazustehen. Am Ende bleibe ich ehrlich. Es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, wenn ich in den vollen Erfolgsgenuss des Programms kommen will!

Abschließend wird aus den einzelnen Punkten mein persönliches Profil errechnet. Schade, die konkreten Ergebnisse erfahre ich erst Morgen. Ob sie „ganz okay“ ausfallen? Oder vernichtend? Ich bin gespannt!

Stay tuned für die nächste Folge Morgen 😉 – in der ich vor Bammel kaum aus dem Bett komme …




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