Feier_Online-Coaching_Ginger

Endlich ein Moment, um mich selbst zu feiern!

„Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.“ Das alte Sesamstraßenlied passt im Prinzip nicht zum Rest meiner (natürlich phänomenal guten) Playlist. Trotzdem musste ich ihn mir grad von Anfang bis Ende anhören. Er passt nämlich fast zu perfekt zum heutigen Trainingstag. Warum?

Weil Cristián heute das stärkste Tool überhaupt aus seiner Werkzeugbox auspackt. Es heißt: Warum.

Je größer das Warum, desto leichter das Wie.

Was er mir freudestrahlend verkündet, ist wieder einer dieser Coaching-Sätze, die er mir erst einmal erklären muss.

Okay, vielleicht so: Manchmal ist unser Gehirn unseren Gefühlen weit voraus. Zum Beispiel, wenn es um unsere Gesundheit geht. Wir schwören feierlich allem Heißen und Fettigen ab. Doch so lange wir unseren Emotionen nicht richtig gute Gründe für Kimchi und Kombucha anbieten, gibt’s weiterhin Hot Dogs und Hamburger. Der innere Antrieb fehlt, Ausreden gibt es viele.

Aha, verstehe! Also sollten wir jede Menge gute Gründe parat haben, um uns an die Fersen unseres Ziels zu heften. Und schwupps, schon haben wir es eingefangen, äh, erreicht.

Warum es mir wichtig ist, ein Buch zu veröffentlichen? Dass ich schon immer einen Roman schreiben wollte, ist durchaus legitim. Maximal motivierend wirken allerdings erst mehrere Gründe, sagt mein Online-Coach.

Na gut. Ich will ein Buch schreiben, weil ich eine (brillante) Idee habe. Weil die Inspiration eines Tages in meinen Kopf erblühte und seitdem noch immer drin steckt. Weil ich es mir beweisen will, dass ich es kann. Weil ich durchhalten und nicht aufgeben möchte. Weil ich mir wünsche, damit andere Menschen zu unterhalten. Weil ich es will. Punkt.

„Okay“, sagt Cristián, „dann mach dein Ziel öffentlich.“ Waaas? Ich soll allen erzählen, was ich in spätestens drei Jahren erreichen möchte? Nein, bitte nicht mal eben die Omi im Wartezimmer oder den Typen an der Wursttheke von der Seite anquatschen (es sei denn, er sieht nett und sympathisch aus). Vor Tante Erna mit meinem Ach-so-tollen Projekt protzen, ist nicht zielführend.

Ich soll den mir wichtigen Leuten mitteilen, was ich für Pläne habe. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass diese Technik besonders wirkungsvoll ist. Ah, deshalb schwitzen also Tausende bei täglichen Trainingsprogrammen von Fitness-Stars wie Kayla Itsines und teilen ihren Muskelauf- und Gewichtsabbau mit der ganzen sozialen Medienwelt. Ja, je mehr Leute Bescheid wissen, desto mehr werden mich auch daran erinnern. Also meldet euch bitte, sollte mein Werk auch 2019 noch nicht in den Bücherregalen eurer Heimatstadt stehen.

Ehrlich gesagt, habe ich auch kein Problem damit, meinen Eltern, Verwandten und Bekannten von meinem großen Projekt zu erzählen. Aber öffentlich auf Facebook posten? Da überlege ich mir lieber erst, wie schmerzhaft es wäre, würde ich mein Ziel ganz aus den Augen verlieren.

Ich wäre auf jeden Fall enttäuscht, vielleicht weniger selbstbewusst. Würde ich mich unvollendet, gescheitert fühlen? Vermutlich schon. Deshalb rät mir Cristián, eine bestimmte Summe (meines nicht vorhandenen Vermögens) in den Ring zu werfen. Ich denke, ich mache es ihm hier einfach nach. Er hat mir doch gestern erst erzählt, man solle seinen Vorbildern folgen. Demnach werde ich einen bestimmten Betrag spenden, sollte ich meine Geschichte nicht zu Ende schreiben. Für wohltätige Zwecke, natürlich.

Eins darf man übrigens nicht vergessen: Jeder kleine wie große Wimpernschlagerfolg auf dem Weg zum Ziel muss unbedingt und ausnahmslos gefeiert werden. Selbstbewusstsein entsteht nur, wenn wir unseren Fortschritt auch wirklich bewusst erleben.

Einen tollen Moment nicht zu feiern, weil das Ziel noch in weiter Ferne ist (eine Million auf der Bank, Beförderung zum Direktor), ist für die Psyche saugefährlich. Diejenigen, die nun gedanklich schon zum Shopping aufbrechen, muss ich allerdings bremsen. Ich finde es ja auch doof, aber: Feiern ist nicht gleich Belohnung!

Deshalb sollten wir unsere kleinen und großen Erfolge nur mit einem Glas Champagner, einer Gesichtsmassage oder einem Abendessen mit Freunden verknüpfen und auf diese Weise ganz bewusst wahrnehmen. Denn bei dieser Party geht es darum, sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken und viel Selbstvertrauen zu tanken.

Ich finde, nach all dem Online-Coaching heute habe ich es bereits verdient, mich zu feiern! Auf zur Eisdiele, einen Riesenbecher Frozen Yoghurt mit Beeren-Topping und Schokosoße verputzen. So erfährt nicht nur mein Unbewusstes, sondern auch mein Magen, dass ich eiskalt auf dem richtigen Weg bin. Mmmh, superlecker!




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