Schöne_Füße

In 5 Schritten zu schönen (und starken) Füßen

Füße sind die neuen Hände. Für viele ist aus Maniküre längst Mani-Pedi geworden. Mir zum Beispiel stößt der Lack von den Fingernägeln meist zu schnell ab, das ewige Maniküren raubt mir Zeit, die ich nicht habe. Meine künstlerische Ausdrucksfreude ist damit eher auf das Verzieren meiner Füße gerichtet – hier fallen kleine Macken ja auch deutlich weniger auf.

Einer der total profanen Gründe übrigens, warum ich Yoga mache (neben den tief schürfenden oder spannenderen persönlichen Gründen): Ich pflege meine Füße gern selbst. Und mit Yoga kann ich auch dann noch problemlos meine Zehen verschönern, wenn mein Körper älter wird. Die Füße brauchen dann nämlich noch mehr Aufmerksamkeit als vorher!

Zuwendung verdienen eure Füße so oder so. Als komplexe Konstruktion aus 107 Bändern, 26 Knochen, 27 Gelenken, 32 Muskeln und Sehnen sowie 1700 Nerven-Endigungen tragen uns diese oft einzigartigen Körperteile im Leben durchschnittlich dreimal um den Globus. Und wie danken wir es ihnen? Mit High Heels, ausgerechnet. Die Statistik ist da eindeutig:

Auf Stilettos setzt eine 60 Kilogramm schwere Frau ihre Ferse einem 28mal so hohen Druck aus wie ein 2,6 Tonnen schwerer Elefant jedem seiner Füße.

Ich habe solchen Zumutungen entsagt und liege mit flachem Schuhwerk voll im Trend, gehe so viel barfuß wie nur irgend möglich, massiere sie abends vorm TV –  und stecke sie regelmäßig gern ins Wohlfühl-Bad.

Vom geschundenen zum schönen Fuß

  1. Das Fußbad

Nehmt euch Zeit! Verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, denn eine Stunde Fußpflege bedeutet neben der Pediküre eine entspannte Erdung. Der Geist kommt zur Ruhe, das Gehirn ist danach fokussierter und frisch für die nächsten Aufgaben des Tages.

Legt zwei, drei Handtücher neben die Waschschüssel und haltet Pediküre-Werkzeuge und Pflegeutensilien in Greifnähe. Taucht die Füße in maximal 35 Grad Celsius warmes Wasser mit etwas basischem Waschfluid: Das versorgt eure am Spann sehr dünne Haut während der etwa zehnminütigen Reinigung mit rückfettenden Feuchtigkeitsspendern. Massiert mit einer Naturhaarbürste sanft von den Schienbeinen abwärts inklusive Zehen, Fersen und Fußsohle, um die Durchblutung anzuregen und Hornschüppchen zu entfernen. Ihr könnt auch Zucker-, Meersalz- oder andere mechanische Peelings nehmen. Sie lassen die Haut deutlich glatter und straffer aussehen und machen ihre Oberfläche aufnahmefähiger für nachfolgende Pflege-Wirkstoffe.

  1. Die Pflege

Beim gründlichen Abtrocknen achtet vor allem auf die Zehenzwischenräume, sie sollten gut trocken sein, bevor ihr eine Creme auftragt. Andernfalls entwickelt sich hier schnell ein feuchtes Milieu, die ideale Umgebung für Fußpilz (wer dafür anfällig ist, sollte diesen Bereich nicht cremen).

Macht daraus eine stimulierende Massage, das löst Verspannungen und macht müde Füße munter. Dafür die Creme (oder im Sommer auch ein kühlendes Gel wie dieses von Santaverde, dessen Aloe-Vera-Anteil auch die Hornhaut verringern hilft) mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck vom Fußrücken und von den Sohlen hin zu den Zehen einarbeiten. Zieht die Zehen sanft nach vorn und drückt jeden einzelnen Zwischen Daumen und den ersten 2 Fingern. Bewegt Die Zehen leicht in alle Richtungen und lockert so den ganzen Fuß. Zum Abschluss kreisend die Sohle massieren, ausstreichen und den anderen Fuß behandeln. Eventuelle Cremereste tupft ihr mit einem Kosmetiktuch ab.

  1. Die Hornhaut

Die aufgeweichte Hornhaut an den Fersen und an den Seiten der großen Zehen ist jetzt leicht mit einem Bimsstein zu entfernen. Gesunde und gepflegte Füße benötigen sie nicht, wer aber an besonderen Verhärtungen leidet, braucht zusätzliche Mittel: Bei mehrere Millimeter dicker Hornhaut ist Eincremen zwecklos – sie muss entfernt werden.

Besonders im Fersenbereich kann sie extrem verdicken, austrocknen und so schmerzhaft bis auf das unterliegende Fleisch einreißen. Dann macht selbst das Laufen Probleme. Tränkt Wattepads mit einer auf Kräuteressenzen basierenden, säurefreien Speziallotion (zum Beispiel diese hier auf Amazon) und legt diese auf die betroffenen Stellen, bis sich die Hornhaut weiß verfärbt. Dort setzt ihr anschließend einen Hornhaut-Schaber senkrecht an und entfernt vorsichtig die Hornhaut.

Scheren oder Profi-Klingen allerdings haben hier nichts zu suchen! Unkorrekte Entfernung stimuliert eher neuen Hornhautwuchs und kann außerdem ernsthafte Verletzungen verursachen, in die Bakterien und Viren eindringen können.

Abschließend spült ihr die Füße mit klarem Wasser ab und cremt gut nach. Sind außerdem Hühneraugen im Spiel? Dann tupft dort 3 bis 4 Wochen lang täglich einen Tropfen salicylsäurehaltige Lösung aus der Apotheke auf und tragt danach das tote Gewebe ab.

  1. Die Nägel

Sie sind zwar „totes“ Keratin – und doch lieben auch die Zehnägel eine extra Portion Feuchtigkeit. Ganz besonders übrigens in den kalten Monaten!! Spezielle Öle kräftigen die Nägel und lösen sanft die überschüssige Haut an der Nagelwurzel an. Nach einer kurzen Einwirkzeit könnt ihr diese vorsichtig mit einem Orangenholzstäbchen zurückschieben.

In der Einwirkzeit des Öls kürzt ihr die Nägel mit einer kurzen Nagelschere und feilt mit einer Sandblattfeile glatt. Die Ränder der Zehnägel nicht schmal feilen, sondern nur die Ecken abrunden und den Nagel etwas überstehen lassen, um das Einwachsen zu verhindern.

Vor dem Auftragen des Lacks (wir lieben zum Beispiel die Trend-Marke ncLA aus Los Angeles) sollten eure Nägel ölfrei sein. Nach Bedarf sind Vorarbeiten mit einem Rillen füllenden Auftrag eine Empfehlung, um ein glattes Lackergebnis zu erzielen. Tragt dann zuerst einen Vor-Lack auf (das verhindert hässliches Abfärben der Lackfarben in die Keratinschicht) sowie je nach gewünschtem Ergebnis eine oder zwei Schichten Lack. Die zweite sorgt für eine höhere Farbintensität und Haltbarkeit. Eilige können zur Unterstützung einen Schnelltrockner-Lack nutzen.

  1. Die Fitness

Richtiges Stehen fördert einen gesunden Fuß. Dafür liegt das Gewicht gleichmäßig verteilt auf Zehen, Zehenballen, Außenkante und Ferse. Probiert das täglich ein paar Minuten in Ruhe aus, zum Beispiel nach dem Aufstehen. Ihr werdet staunen, wie viel „ausgleichende“ Bewegung in dieser Stille durch den Körper wandert. Den tragen nämlich fast allen Menschen unbewusst schief und krumm durch die Gegend.

Auch eine Massage – die ihr auch abends vor dem Fernsehen schafft – sowie regelmäßige Bewegungsübungen sind eine gute Idee. Botox in die Ballen? Out! Greifübungen? In! Versucht, Gegenstände mit den Zehen aufzuheben – und kein Verzagen, wenn’s nicht klappt. Es geht mehr um die Muskelübung, weniger um das Aufheben.





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