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Grippe: 18 Hausmittel, die sofort helfen

Meist kommt sie als Überraschung. Und ihr kümmert euch besser sofort um sie, andernfalls kann sie ziemlich zickig werden! Und ja, das gilt auch für den „falschen Alarm“: wenn sich die vermeintliche Grippe als grippaler Infekt aka Erkältung herausstellt. Oder als eine der meist unerkannten, leichten Influenza-Infektionen.

Denn die echte Grippe ist eine Virusinfektion, die euch meist als Tröpfchen- oder Oberflächeninfektion über die Schleimhäute heimsucht. Sie sorgt für einen Winterstrauß an unangenehmen Symptomen. Fieber bis zu 40 Grad und ein deutliches Krankheitsgefühl könnten auf eine der schwerwiegenderen Infektionen vom Typ Influenza A hindeuten, bei denen frühe medizinische Unterstützung wichtig ist.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt allerdings, dass begleitende Atemwegsprobleme, Schnupfen, Glieder- und Kopfschmerzen oder Übelkeit entweder „nur“ Erkältungen oder eben den 80 % harmloser verlaufenden, weniger aggressiven Influenza-Infektionen zuzuordnen sind.

Wer krank ist – kann schnell noch kranker werden!

Nehmt die Erkrankung Ernst und gebt eurem Körper die nötige Ruhe! Die Energie braucht er jetzt für eigene Heilungsprozesse. , Die können ordnungsgemäß und ungestört abspulen, wenn ihr nicht rumstresst ,) Und die hier genannten Hinweise Ernst nehmt. Problematisch wird sonst die Auswirkung auf euer Immunsystem: Je mehr es durch den Kampf an der Symptome-Front gefordert und geschwächt wird, desto weniger gut stehen seine Verteidigungsschutzwälle gegen bakterielle Eindringlinge.

Sprich: Durch die Hintertür einer Grippe oder eines grippalen Infekts schleichen sich echte Körperfeinde ein. So kann die Medizin die meisten Todesfälle einer sogenannten Sekundärerkrankung zuordnen. Oft tötet nicht die Grippe, sondern beispielsweise eine Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, ausgelöst durch Bakterien und/oder Pilze, die den Organismus durch mangelndes Auskurieren und zu frühe Belastung des Immunsystems infiltrieren konnten.

Eine Grippe dauert je nach individueller physischer Konstitution und Virus-Typ zwischen 1 und 2 Wochen. Dasselbe sagen Mediziner auch über die Erkältung: Sie dauere mit Arztbesuch 14 Tage, ohne 2 Wochen.

Denn auskurieren – das schafft ein gesunder Körper auch allein. Ihr müsst ihn nur machen lassen. Das Wichtigste dafür ist RUHE.

Wer also trotz Symptomen zu Mitteln greift, die die Symptome nur hemmen und kaschieren – eventuell im Irrglauben, bei der Arbeit gerade unersetzbar zu sein –, schiebt a) die Heilung selbst hinaus und schwächt b) jede Minute, in der die Körperpolizei ihren Job nicht machen kann, das Immunsystem stärker.

Viele die Bettruhe begleitende Hausmittel sind jetzt hilfreich und wertvoll. Dass Zigaretten und sogenannte Genussdrogen jeder Art bis zur Ausheilung gestrichen sind, versteht sich von selbst.

Erhöhte Temperatur, leichte Gliederschmerzen und Schluckbeschwerden:

  1. Legt euch bei den ersten Vorboten einer Erkältung sofort in eine sehr warme Badewanne. Nehmt ausnahmsweise einen kleinen Rum mit: Der pusht die Körperhitze extra.
  2. Wickelt euch nach ein paar Minuten Heiß-Bad sofort feucht in ein großes Badehandtuch und legt euch damit unter mindestens 1, besser 2 Daunendecken. Das bringt den Körper auf Temperatur! Schwitzt! Wärme macht Erregern das Leben schwer – deshalb entwickelt der Körper Fieber.
  3. Schwitzt für mindestens eine halbe Stunde, bevor ihr das Handtuch gegen einen Pyjama tauscht und möglichst lang schlaft.
  4. Manchmal erwacht ihr nach dieser Prozedur an Tag 2 schon wieder fast genesen. Dafür aber NICHT WARTEn – sondern direkt ab in Wanne und Bett.

Halsschmerzen, Heiserkeit und erste Schluckbeschwerden:

  1. Bleibt die Erkältung oder der Zustand: Gurgelt mehrmals täglich mit Salbeitee (sehr adstringierend und entzündungshemmend) oder einer Salzlösung (1 Teelöffel Salz auf ein Glas warmes Wasser).
  2. Wärmt den Hals gleichmäßig mit einem Schal, Tuch oder einem Rollkragenpulli.
  3. Putzt mehrmals täglich die Zähne, um die Bakterienausbreitung im Mundraum niedrig zu halten.
  4. Schont eure Stimmbänder, schlaft viel.

Fieber:

  1. Statt zu Fieber senkenden Mittel zu greifen, lasst es für euch arbeiten. Fieber bekämpft Krankheitserreger und Entzündungsvorgänge, ist also ein gewünschter und nötiger Heilungsmechanismus.
  2. Visualisiert die Vorgänge bei Fieber: Mit diesem Abwehrmechanismus schickt euer Körper seine Truppen ins Feld. Ihr seid auf derselben Seite. Feuert sie an. Vertraut ihnen. Je mehr ihr diesen Kampf innerlich unterstützt, desto schneller wird der Sieg sein.
  3. Steigt das Fieber zu sehr, holt es sanft um 1, 1,5 Grad runter: mit einem Wadenwickel über 20 – 30 Minuten. Er entzieht dem Körper sanft die Hitze. Hände und Füße des Patienten sollten gut durchblutet und warm sein, dafür sorgen Socken und Decken.

Schnupfen:

  1. Macht nach Bedarf Nasenspülungen mit beispielsweise Emser-Salz oder holt euch einen Salzlösungen-Inhalator und setzt euch die Maske auf. Davon profitieren alle Atemwege.
  2. Stoßlüftet euer Krankenzimmer mindestens 2 mal am Tag, während ihr gut in die Decken eingepackt bleibt.
  3. Erhöht die Luftfeuchtigkeit mit feuchten Tüchern oder Wasserschalen auf der Heizung. Das lindert auch alle anderen Beschwerden.
  4. Inhalationsdampfbäder mit Salz oder Kamille verringern Atemwegsprobleme und lassen Schleimhäute abschwellen. Wer deutlich zu roten Äderchen neigt, sollte darauf allerdings eher verzichten und ein Inhalationsgerät mit Maske wählen.
  5. Bei Schmerzen im Bereich der Stirn und Augen hilft 2 mal täglich eine Viertelstunde Rotlichbestrahlung.
  6. Trockene Haut – die auch den unerwünschten Feuchtigkeitsverlust des Körpers während der Erkrankung begünstigt – besänftigt ihr mit häufigerem Eincremen. Speziell die Rötung um die Nase bleibt durch diese Extrapflege im Rahmen.

Husten mit und ohne Fieber:

  1. Trinkt mindestens 2, lieber 3 Liter täglich (Kräutertees und Wasser, warmes Ingwer-Honig-Wasser; keine Limonaden oder koffeinhaltige Getränke), um den Körper feucht zu halten und seine Schleimproduktion zu unterstützen. Sehr angenehm ist jetzt auch die Goldene Milch
  2. Inhaliert mehrmals am Tag (siehe Schnupfen), an Zusätzen sind Thymian und Salbei sehr zu empfehlen, die bekommt ihr getrocknet in der Apotheke.
  3. Reibt euch die Brust mit ätherischen Ölen ein, zum Beispiel Eukalyptus- oder Thymianöl, das befreit die oberen Atemwege.
  4. Legt bei Hustenschmerzen einen Wickel auf die Brust: Zerkleinert dafür heiße, mit Schale gekochte Kartoffeln in einem Leinentuch und lasst den Wickel mindestens eine Viertelstunde lang einwirken.
  5. Lasst euch einen selbst gemachten Honig-Thymian-Hustensirup ans Bett stellen und schluckt davon alle 2 Stunden einen Teelöffel. Dafür übergießt man eine geschälte halbierte Zwiebel mit Honig und gibt einen Thymian-Zweig dazu. Die Mischung muss etwa 12 Stunden lang ziehen.

Grippe: Wann braucht ihr einen Arzt?

  • Wenn die Symptome nach 5 – 7 Tagen nicht spürbar abgeklungen sind.
  • Wenn aus Husten Atemnot wird
  • Wenn das Fieber länger als zwei Tage über 39 Grad liegt oder sich auf den „Mandeln“ oder im Rachenraum eitrige Beläge bilden.
  • Wenn ihr extrem geschwächt seit und euer Blutdruck deutlich zu niedrig ist. Dann muss der Verdacht auf eine bakterielle Sekundärerkrankung ausgeschlossen werden.
  • Bei (zu) starken Schmerzen, meist in den Atemwegen von Stirn und Jochbein über Ohrengänge bis Bronchien.



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