Lumo_Lift

Ginger + Technik: bye, bye, Rundrücken

Diese Jugend. Eine Generation von Krummrücken wächst da über Smartphones gebeugt heran. Und wird die Orthopäden-Zunft noch weit vor dem Alter beschäftigen, in dem es ihre durch zu viel Herumsitzen rückenverweichlichten Eltern taten.

Fakt ist nämlich: „Rücken“ ist längst eine Volkskrankheit. Aber nur bei uns, den sogenannten zivilisierten Nationen. Wo noch richtig körperlich gearbeitet wird, die Menschen vielleicht auch mehr Wege zu Fuß gehen, statt jede Milchtüte mit dem SUV einzukaufen – dort ist dieses Massenleiden so nicht bekannt.

Nur verständlich, dass die Welle der Bewegungstherapien mit Schlagworten wie Rücken und Schmerztherapie an Druck und Höhe zulegt. Als Surfer, um im Bild zu bleiben, auf dieser Welle kommen die Anbieter von Wearable Technology nun auf den Trichter, ihrer großen Zielkundschaft Hilfreiches anzubieten. Zum Beispiel MindTec mit dem höchst unauffälligen Tool Lumo Lift.

Es ist zum einen ein kleiner, per Magnet etwa in Schlüsselbein-Höhe an die Kleidung gehefteter Knopf in Viereck-Format, dessen Sensor-Seite innen am Körper liegt. Dort ermittelt das Gerätchen jederzeit die Position des Körpers – und vibriert quasi als „virtuelle Mutti“ (Sitz grade, Kind!), sobald der Oberkörper nach vorn sackt.
Diesen äußeren Knopf könnt ihr über den MindTec-Store zusätzlich in Farben bekommen und auch modisch mit Kristallen verziert.

Lumo-Lift_Anwendung

Zum anderen gehört zu Lumo eine App, die einige weitere Vorteile bietet, sobald man mit diesem Tool auf den Weg zu einer bessere Haltung beschreitet. Ein Schrittzähler und Aktivity-Tracker inklusive Historie des persönlichen Rücken-Fortschritts gehören dazu; außerdem könnt ihr die Länge der „Coaching“-Einheiten festlegen. Die App arbeitet über PC und Smartphones.

Die Batterie des Knöpfchens ist nach zirka 4 Tagen leer und lädt über USB-Kabel innerhalb von 2 bis 3 Stunden wieder voll auf.

So funktioniert’s:

Ihr stellt mit einem Doppelklick auf das Knöpfchen am Schlüsselbein ein, was ihr als gute, aufrechte Haltung definiert. So „lernt“ das Gerät euren Körper, besser: eure Haltung zu lesen. Diesen Doppelklick macht ihr mehrmals täglich, um Lumo zu kalibrieren. Lasst ihr euch hängen – vibriert der Innenknopf.

Lumo_Lift_App

Damit nicht jedes normale Bücken, Vorbeugen und Aufheben gleich den Alarm auslöst, könnt ihr das Intervall für den Sensor einstellen. Der Hersteller empfiehlt eine „Slouching“-Dauer von 2 Minuten, bevor Lumo euch daran erinnert: Über’m Tisch hängen ist sowas von nicht sexy!

Ich habe schon immer sehr gerade gesessen – und bin als langjährige Yogini und Yogalehrerin definitiv nicht die Zielgruppe für Lumo Lift oder artverwandte Technik. Zum Glück habe ich mit meinem Sohn – Gymnasiast, Playstation-Zocker, Teilzeit-Smombie – die ideale Testperson im Haus.

Sein Fazit nach 1, 2 Wochen Test:

Als waschechter Teenager war er erst brav und hat alles mitgemacht – und dann natürlich ein bisschen genervt vom Tool. Ganz so, wie wenn ihn die echte Mutti ständig mahnt. Und wenn es eines gibt, was 16-Jährige um alles in der Welt zu vermeiden suchen, ist es: Ermahnung.

Aber: Er war durchaus bereiter als vor dem Test, seine Haltung künftig stärker zum Thema zu machen. Seine Anmeldung zum Sportstudio steht.

Und noch ein Hinweis aus meiner Beobachtung: Nicht jede schlechte Haltung profitiert von dieser kontinuierlichen Lumo-Erinnerung. Ja, das Vibrieren hilft gegen die eigene unbewusste Nachlässigkeit. Und klar ist, dass viel Vibration viel Nachlässigkeit bedeutet.

Das wäre dann aber der Aufruf, mehr für den Rücken zu tun. Denn: Sportive Eigeninitiative für eine wirklich korrekte und gesunde Wirbelsäulen-Aufrichtung ist auch trotz Lumo nötig. Ob die Schultern zu hoch gezogen sind beim Sitzen oder die obere Wirbelsäule im Nacken zu stark noch vorn gerichtet ist, um 2 typische Haltungs-Mämgel unserer Zeit und Arbeitswelt zu benennen, kann der Lumo nicht wissen. Und korrigierend eingreifen entsprechend auch nicht.

Dennoch: Es ist schon viel getan, wenn Menschen überhaupt verstehen, dass die Ursache für einen schwachen Rücken und damit immer die Gefahr von Bandscheiben- und Schmerzproblemen in ihrer täglichen Haltung liegt. Und in eurer Antwort auf die simple Frage: Was genau tut ihr dagegen?

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Wir empfehlen Lumo Lift (den ihr hier aktuell im Sonderangebot bekommt, rechtzeitig zu Weihnachten!) als sinnvolles Unterstützer-Tool – und darüber hinaus Yoga für den Rücken oder auch Pilates, beides anerkannte, den Körper ganzheitlich bewegende und kräftigende Ansätze.




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