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So geht das mit dem french chic

O lala, der Stil der Französinnen sorgte letztlich ja für ordentliche Medienwellen. Plötzlich wollten sie ihn alle kennen. Nur: Warum sehen wir deutschen Frauen trotzdem noch immer so … deutsch aus?

So brav, so uncharmant, so förmlich und wenig sexy, oft sogar so nachlässig? Warum tragen Frauen hier Hosen, die keine sind (Leggings), wenn sie außer Haus gehen? Und das in egal welchem Alter? Oder retten sich in langweilige weiße Blusen, um ja nicht aufzufallen?

Dabei sind die Tricks mit denen die – wohlgemerkt: – Pariserinnen und vielleicht noch ein paar Französinnen an der Côte d’Azur ihren Stil zum french chic erhoben haben, wirklich nicht so kompliziert. (Im Rest der Grand Nation, seien wir ehrlich, sehen die Damen auch bei weitem nicht so aus wie das adlige Ex-Model Ines de la Fressange!)

Die erste Regel allerdings, die es zu beherzigen gilt, besagt: Wenn ich vor die Tür gehe und mich anziehe – dann ziehe ich mich an. Ganz bewusst. Mit einer Idee dazu. Einfach irgend etwas überwerfen – das reicht bestenfalls fürs schnelle Brotholen. Denn das Leben ist definitiv viel zu kurz, um sich der Welt nicht mit einer hübschen Verpackung zu präsentieren. Was im Übrigen ganz genau so für Männer gilt!

Ja, es gibt Tage, an denen man sich am wohlsten in den schluffigsten Klamotten fühlt. Die müssen unbedingt genossen werden, ohne Schuldgefühle. Kommt man aber gar nicht mehr aus der verbeulten Sporthose raus: Dann darf man gern Karl Lagerfeld ins Gedächtnis rufen mit seinem Satz:

Wer Jogginghosen trägt, hat sein Leben nicht im Griff.

Zurück zu den Tipps – hier die wichtigsten Regeln, die ihr über den Parisian Chic wissen müsst.

1. Wagt den Stilbruch – intelligent und gut dosiert

Ein Hemdkleid mit kurzer Lederjacke (die in jede coole Basic-Garderobe gehört!), eine Boyfriend-Jeans zur edlen Bluse und raffinierten Schuhen, ein schwarzes Sacko, dessen formelle Strenge entweder ein avantgardistischer Schnitt aufhebt, oder die man zur Kaschmir-Homewear-Hose, einem Seidentop und edlen Stiefeletten trägt – dieser souveräne Mix aus Lässig und Formell ist die französische Formel für unaufgeregte Wow-Effekte.

Mit kleinen Akzenten viel erreichen. Nonchalance mit einem gekonnten Schuss Eleganz, die niemals nach Upper-Class-Rüstung aussieht – sondern immer nach selbstbewusster Raffinesse: Damit fahrt ihr schon mal in die genau richtige Richtung.

2. Make-up mit maximalem Effekt – aber so wenig wie möglich

Habt ihr je ein Top-Model mit tätowiertem Lippenrand, stark nachgemalten Augenbrauen und einem zugespachtelten Gesicht gesehen? Eben. Dabei gehen die wenigsten Frauen, denen wir hinterherschauen, ungeschminkt vor die Tür. Allerdings ist weniger auch an dieser Stelle mehr! Ein Make-up, das fast wie ungeschminkt aussieht, ist eine Kunst. Und sie betont die Schönheit jeder Frau, in jedem Alter.

3. Nicht die Marke macht’s. Sondern der Stil.

Teuer einkaufen und teuer einkleiden muss nicht immer bedeuten, dass man als Stilikone in die Annalen eingeht. Im Gegenteil. Mutig einkaufen, auch mal die Augen auf Flohmärkte richten, schnelle Angebote aus den günstigen Ketten kombinieren mit langlebiger, klassischer Garderobe: So erst entsteht ein persönlicher, eigener Look. Wer immer nur mit den Moden geht, geht im Allerweltstrend gern auch unter.

Und sortiert schöne Stücke niemals aus: Mode ist den immer gleichen Zyklen unterworfen, alles kommt wieder. Was heute „so last season“ ist – erlebt bei guter Pflege in ein paar Jahren als Vintage Classic ein Comeback.

4. Ein paar Basics müssen sein

Ein Trenchcoat. Ein schwarzer Blazer (immer dem Trend anpassen, bitte). Eine coole Jeans. Ballerinas. Ein kleines Schwarzes. Eine Auswahl an funky T-Shirts, allerdings nicht vielfarbig. Ein Smokinghemd.

Diese Sachen sind nicht ohne Grund Klassiker! Wer sie im Schrank hat und dabei ab und an mild updated, (80er-Jahre-Schulterpolstern haben im neuen Jahrtausend noch kein Comeback erlebt, übrigens), hat schon einmal die Grundausrüstung gesichert.

Viele Basics und zeitlose Accessoires in hochwertigen Naturstoffen – auch das gehört zu den Charakteristika des französischen Looks. Nicht trendy, sondern stilvoll zu sein ist das Ziel. Das gelingt, wenn das für euch Richtige und das Kombinierfähige im Schrank hängen.

Schaut euch einmal in den Kollektionen unseres Partners hessnatur um! Die Bildergalerie stammt aus der aktuellen Sommerkollektion (hier könnt ihr den Newsletter bestellen) und dürfte euch davon überzeugen, dass ihr dort genau die langlebigen Looks findet, auf die dieser Chic nicht verzichten kann.

Ihr kauft hier übrigens mit gutem Gewissen, denn hessnatur gehört zu den ganz seltenen nachhaltig in Bio-Qualität produzierenden Modemarken!

5. Accessorize – aber in Maßen

Mal angenommen, ihr habt euch für eine coole Jeans (ein Basic des french chic) entschieden, die ihr mit einem schmal geschnittenen Smokinghemd kombiniert. Der Gürtel dazu sollte dann nicht in Konkurrenz zum Hemd gehen, aber elegant sein. Schuhe – ob raffinierte Ballerinas oder Highheels, das entscheidet die Liebe zu euren Füßen – dürfen hier farbig und stilistisch ein Statement setzen, um dem Blauweiß von Hose und Hemd einen Schub zu geben. Eine Handtasche, dezent, um nur zu komplementieren, nicht ebenfalls laut zurufen: Schau mich an! Und zum Schluss: wenig Schmuck! Vor allem funkelnder Schmuck sollte sehr dosiert zum Einsatz kommen.

Wer mit Schmuck strahlen will, sollte wiederum beim Styling etwas auf die Bremse treten. Das kleine Schwarze verträgt ein bisschen mehr Bling. In allen anderen Fällen gilt: Zu viel Karat macht eine Frau schnell älter.

Ein Tipp für alle, die noch nicht ganz sicher sind: Macht euch ein Moodboard von (französischen) Frauen, deren Look euch gefällt. Hängt das Board neben euren Spiegel und experimentiert mit dem Inhalt eures Schranks. So lange, bis ihr an euer Vorbild heranreicht.




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