Stress_Hormone

Hormonstörungen? Da hätten wir etwas …

Ihr fühlt euch schlapp, ausgelaugt, die Haut ist trocken? Nichts macht mehr so richtig Spaß? Stress ist euer täglich Brot?  Dann verträgt vielleicht euer Hormonhaushalt einen Push.

Hormone sind die mit Abstand mächtigsten Manipulatoren unseres physischen und psychischen Systems. Sie entscheiden über unsere Gesundheit, Stimmung, Sexualität und Fortpflanzungs-Fähigkeit und über unser Aussehen. Hormone. Körperchemische Profis, die aus den unterschiedlichsten Gründen Kapriolen schlagen können.

Die Medizin kennt längst nicht alle biochemischen Prozesse des Körpers. Zu Umfang und Zusammenspiel der Hormone hat auch sie bislang mehr Fragen als Antworten. Gerade einmal 150 von mehr als 1000 vermuteten Hormonen im Menschen sind bislang bekannt. Da fällt die Beweislage, was Yoga im Hormonhaushalt bewirken kann, natürlich dünn aus. Den körperlichen Yogaübungen, den Asanas, wird seit vielen Jahren ein guter Einfluss auf hormoneller Funktionsebene zugewiesen.

Es fehlt bislang an eindeutigen Studien dazu (die teuer sind und der finanzstarken Pharmaindustrie wenig nützen): Aber falsch könnt ihr mit speziellen Yoga-Übungen jedenfalls nichts machen. Und die Yoga-„Nebenwirkungen“ Flexibilität, Ausgeglichenheit, Gesundheit etc. pp. sind ja eh nicht zu verachten.

Eindeutigste Auslöser für ein angegriffenes Hormonsystem sind Stress und umwälzende Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause. Wenn wenn wir uns ausgelaugt und gereizt fühlen, launisch oder gar deprimiert, schlaflos sind und uns sogenannte Zivilisationskrankheiten umtreiben, kann die Ursache ein gestörter Hormonhaushalt sein.

Wann immer wir mit uns selbst „nicht im Reinen“ sind: Hormone sind im Spiel. Aber Stress kann auch umgekehrt funktionieren: Verlieben wir zum Beispiel derart, dass uns der ganz normale Alltag aus dem Ruder läuft – Hormone, Hormone, Hormone.

Die tonangebenden Instrumente im biochemischen Körper-Orchester – Eierstöcke, Zirbeldrüse, Hypophyse, Hoden und weitere – lassen sich durch bestimmte Yoga-Übungen gezielt stimulieren.

Diese gute Nachricht spricht vor allem Frauen an; Hormone sind bei ihnen deutlich alltagspräsenter und lebensbeeinflussender als bei Männern: PMS, unerfüllter Kinderwunsch, Begleiterscheinungen von Zyklus und Menopause gehören zu ihrem natürlichen Erlebensrepertoire.

Aber auch Männern attestiert die Wissenschaft Schwankungen im Hormonhaushalt und daraus resultierende Probleme. Unstimmigkeiten im Biochemie-Gefüge zeigen dann dieselben Auswirkungen wie bei Frauen, zum Beispiel Kopfschmerz, Haut- und Gewichtsprobleme, Gelenkschmerzen, Haarausfall, Schlafprobleme, Probleme beim Blutdruck oder Verlust der Libido.

Östrogene und Gestagene, die von Eierstöcken und Nebennierenrinde produziert werden, haben vielerlei Aufgaben: Sie wirken sich aus auf den monatlichen Zyklus, den Knochenaufbau, auf unseren Fettstoffwechsel. Schwangerschaft und Sexualität der Frau werden beeinflusst, aber auch das Aussehen: Ob und wie unsere Haut strahlt oder das Haar wächst und glänzt, hängt stark ab vom Östrogengehalt.

Progesteron besitzt entwässernde Eigenschaften, ist mitverantwortlich für einen gesunden Blutdruck, wirkt antitrhombotisch und tumorhemmend auf Eierstöcke, Brust, Darm und Gebärmutter. Ist der Haushalt von Progesteron und Östrogen ausgeglichen, lindert dies das postmentruale Syndrom (PMS) und Wechseljahrbeschwerden. Bei unerfülltem Kinderwunsch, Orangenhaut und Stimmungsschwankungen empfiehlt sich ebenfalls eine Yogapraxis, die an diesen Stellen greift.

Testosteron, das männliche Sexualhormon-Pendant, wird hauptsächlich in den Hoden produziert, aber in kleinen Anteilen auch beim Mann in der Nebennierenrinde. Abnahme der Gedächtnisleistung, Erschöpfung, Erektions- und Verdauungsstörungen, Osteoporose and psychologische Probleme sind Folgen eines sinkenden Testoreronspiegels.

Da Yoga im Ursprung für Männer und von Männern entwickelt wurde, kann man den Angaben indischer Yoga-Experten glauben, wie die regelmäßige Yogapraxis die Andropause positiv beeinflusst. Hier greifen vor allem der Schmetterlingssitz, stehende Vorbeugen und die Heuschrecke: Alles, was den Unterleib durchblutet, sendet dort auch aktivierende Impulse.

Die Hormon-Welt ist groß, weit und vielschichtig – und gleiches gilt für mögliche Symptome bei Dysbalancen. Schilddrüsenhormone, die nicht wie geschmiert funktionieren, ziehen Depression, kalte Hände und Füße, trockene Haut, Morgenmüdigkeit und Gewichtsprobleme nach sich.

Folgeerscheinung eines gestörten Hydrocortison-Haushalts sind Angst und Verwirrungs- sowie Erschöpfungszustände. Die Progesterone Pregenolon und Aldosteron sind im Spiel bei Ausdauerschwäche, einem niedrigem Energieniveau und fehlender Begeisterungsfähigkeit respektive bei Stimmungsschwankungen.

Für Nachtangst, Depression oder vorzeitiges Altern ist ein Mangel an Melatonin zuständig, während eine Analyse der Wachstumshormone Erhellendes beitragen kann bei Stress, Verletzlichkeit, einem schwach ausgeprägten Selbstbewusstsein und starker Faltenneigung.

Wir alle sollten also unser hormonelles System aus guten Gründen beizeiten fit und geschmeidig halten – statt es auf Couch und Bürostuhl, an Bars und Theken lümmelnd und mit viel ungeeignetem Ess-, Arbeits- und Freizeitverhalten zu schwächen.

Kompression und Dekompression beleben das endokrine System

Wir können Veränderung, Erholung und Balance nämlich selbst herbeiführen. Asanas stimulieren die endokrinen Funktionen. Indem wir den Körper langsam und achtsam bewegen, wird auf die wesentlichen Organe und Drüsen rhythmisch Druck ausgeübt und wieder reduziert. Diese sanften Kompressionen und Dekompressionen regulieren die Ausschüttung von Drüsensekreten und können das System wieder auf Kurs bringen.

Es müssen gar nicht viele oder anstrengende Übungen sein, um schon viel Wirkung zu erzielen. Eine Kombination aus Sasangasana (Kaninchen), Tadasana (Berghaltung), Pashimottanasana (Kopf zu Knie) und Janurshirasana (einbeinige Vorwärtsbeuge) zum Beispiel gleicht den Blutzuckerspiegel aus, stimuliert Schilddrüse, Niere und Nebenniere und hat einen positiven Effekt auf alle Funktionen der Bauchspeicheldrüse.

Viele Asanas adressieren hormonelle Unausgeglichenheiten also konkret und können, rechtzeitig ins Bewegungsprogramm aufgenommen, davor schützen, überhaupt in eine „endokrine Schieflage“ zu geraten. In der Regel sorgt die regelmäßige vollständige Yogapraxis bereits für eine intakte Körperchemie – inklusive Steh-Haltungen und sitzenden Posen, garniert mit Umkehrstellungen sowie Vor- und Rückbeugern.

Mindestens dreimal wöchentlich sollte euer Weg dann schon auf die Matte führen, ideal ist eine tägliche Übungssequenz. Schon 20 Minuten Praxis am Tag stimuliert Knochen- und Gefäßsyteme bis auf Zellebene. Das gilt natürlich auch für die Organe und Drüsen. Möchtet ihr gezielt üben, dann findet ihr in ausgewiesenen Hormonyoga-Klassen konkrete Hilfe.




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