Jeans-Style_Guide_Ginger

So stylt ihr die aktuellen (Bio-) Denim-Looks

Feeling blue – die Worte bezeichnen im englischen Sprachraum Tage, an denen man eher mit Links aus dem Bett gestiegen ist. Absolut das Gegenteil vom Blue-Jeans-Feeling! Das ist eher der Inbegriff von lässig, unbeschwert, jugendlich, bequem, fröhlich und fashionable.

Wie schön also, dass in diesem Jahr und Sommer genau GAR NICHTS ohne Denimblau und Blau im Allgemeinen geht. Die Farbe ist ebenso im Klassiker Jeans allgegenwärtig (in sämtlichen Varianten, von Hemd bis Hose, ob als Rock, Shorts, Kleid, Tasche oder Schuh) wie auch im Interiordesign gerade extrem angesagt.

Die farblich schönste Kombination dazu, das wissen wir spätestens seit der Jeans-Ikone James Dean, ist Weiß. Auch das sehen wir gerade an jeder Ecke, ohne dass es langweilt. Was erstaunlich ist – vielleicht liegt es daran, dass Blau weit oben unter den beliebtesten Farben rangiert?!

Das einzig Knifflige ist aktuell – die Vielfalt. Vor allem in den Hosenschnitten ist nicht jedem klar: Wie stylt man welche Beinform? Und sind design-Risse in jedem Alter ok? (So viel vorweg: nein, ebenso wenig wie Miniröcke und Undercut-Shorts 😉 )

Der auffälligste Retro-Neuzugang ist die Culotte-Variante. Das weite, verkürzte Bein dieser Hosenrock-Spielart und wie dieser unter dem Knie endend, verlangt bei weniger schlanken Silhouetten eine tatsächliche sowie eine optische Streckung, damit ihr nicht ausseht wie ein Kasten 😉 Angenehm ist der wenig beengende Schnitt, von dem ihr in den Sommermonaten besonders profitiert. Mit einem schlichten schmalen T-Shirt bleibt der Style informell und Freizeit-tauglich, mit einer kurzen Kastenbluse setzt man schon ein eher förmliches und fürs Büro taugliches Statement. Dann gern mit Wedge-Plateaus oder etwas ähnlich komfortablem – knatternde Stilettos sehen dazu nur gut aus, wenn ihr sehr, sehr schmal seid und zugleich nicht zu aufgedonnert, sondern dezent aufdresst!

Ganz flache, bestrasste Sandalen zur Culotte bleiben eher den Langbeinigen unter uns überlassen. Allgemein ist diese Hosenform bei zu strammen Waden weniger vorteilhaft.

Die freuen sich eher über eine weiteres Mode-Comeback: die in der Taille sitzende Jeans mit weitem Bein. Sie hat die Eigenschaft, das Bein optisch zu strecken – was ihr mit Hilfe hoher Absätze und einem nur taillenlangen, entweder supereng oder kastenförmig geschnittenen Oberteil noch verstärken könnt. Den Trick kannten auch Coco Chanel oder Marlene Dietrich, die in diesen „Beinkleidern“ schon vor vielen Jahrzehnten Furore machten.

Zurück ist auch die hohe Achtziger-Jahre-Taille – nach gut 2 Jahrzehnten auf der Hüfte sitzenden Hosen war es wohl fällig. Doof nur, dass diese Form den Hintern stark betont. Selbst kleinere Modelle wirken durch eng geschnittene Taillenjeans prominenter. Wer das nicht mag und möchte: Es muss ja nicht zwingend ein Bauchfrei-Top dazu kombiniert werden! Das ist eh eher den ganz jungen Mädchen vorbehalten, wenn man mich fragt.

Eine schmal geschnittene Tunika oder ein Oversized-Hemd entschärfen diese Stil-Mine ganz unproblematisch. Dekorativer Abschluss Richtung Fuß (mit bevorzugt flachen Schuhen, was wir sehr begrüßen) ist der Trend zu entweder einem kleinen Krempelsaum über der schmalen Fessel oder zu einem ausgefransten Saum.

Ton in Ton – grundsätzlich ein Mode-Langweiler bis Mode-Unding – ist in dieser Jeansblau-Saison gar kein Hindernis. Das Hemd zur Jeans, die Tasche zum Jeanskleid plus Jeansjacke: ist alles erlaubt. Achtet nur darauf, dass die Waschungen gut miteinander harmonieren. Nur zum Urban Cocktail ist diese Outfit-Wahl eher fragwürdig.

Accessoires sowie der Appeal eurer dazu kombinierten Oberteile und Jacken setzen die unterschiedlichen Akzente – so darf Denim zu inzwischen wirklich fast jedem gesellschaftlichen Anlass mit (vom Gala-Ball einmal abgesehen). Ja, die einstige Arbeiterhose ist einen sehr, sehr langen Weg gegangen!

Das Beste zum Schluss: Jedes Denim-Stück, das ihr neu in eure Garderobe aufnehmt, kann dort für sehr sehr lange Zeit bleiben. Nicht nur, weil Bio-Baumwolle und andere Jeans-Mixe sehr lange die Form bewahren. Sondern vielmehr, weil jeder dieser Looks die Zeit überdauern wird – Nachhaltigkeit in seiner fashionablesten Form. Denn irgendwann kommt in der Jeansmode garantiert alles wieder: Ich prognostiziere jetzt schon als nächstes Revival die Schlaghose.

Ich würde drauf wetten. Wer hält dagegen?? Denn wer hätte in den letzten 20 Jahren mit der Rückkehr des Overalls gerechnet? Ist schon da … auch wenn mein Sohn (17) das für sehr befremdlich hält: Sobald die Mädchen ihn „alle“ anziehen, gibt es kein zurück

Und hier findet ihr noch eine Hilfestellung unseres Fashion-Partners: eine Größen und Modellberatung für die gängigsten Jeans-Styles.




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