Functional_Fitness

Crunches sind so 2006! We love Functional Training

2016 steht ganz im Zeichen der funktionellen Fitness. Wer hip, in und dabei sein will, folgt dem Sporttrend schlechthin: Functional Training. Immer mehr Studios in Deutschland erkennen diese Strömung und bieten für ihre Mitglieder mehr Freifläche an. Maschinen haben beim Functional Training nämlich nichts zu suchen. Man arbeitet mit dem eigenen Körpergewicht, mit Lang- und Kurzhanteln sowie unter anderem an Klimmzugstangen.

Training mit Köpfchen

Im Gegensatz zum Krafttraining an Maschinen geht es beim funktionellen Training um möglichst alltagsnahe Übungen. Also nicht um den Aufbau großer Muskeln, sondern um Muskeln, die uns im Alltag etwas bringen. Während wir auf der Beinpresse Beine und Po trainieren, indem wir sitzend eine Platte von uns wegdrücken (wann machen wir das schon im Alltag?), beanspruchen wir mit den Squats (Kniebeuge) zwar genau dieselben Muskeln, sind hier aber „näher“ am Leben: Dass wir den schweren Wasserkasten aus der Hocke hochhieven müssen, kommt schließlich häufig genug vor.

Unsere Muskeln werden in dieser Art Training nicht mehr isoliert gefordert. Der ganze Körper inklusive Kopf arbeiten mit. Es ist also eine ziemlich schlaue Art zu trainieren.

Natürlich stärken wir durch das freie Training alle Muskelgruppen und bauen sie weiter auf. Aber zugleich schulen wir das Stabilisieren, was Sehnen und Bänder besser kräftigt. Das ist natürlicher und intelligenter, da beim Training auf der Beinpresse die Maschine die Stabilisierung übernimmt. Besser vorbereitet (auf die Wasserkästen und alle andere Herausforderungen des Alltags) sind wir also durch das funktionelle Training.

Das A & O: ein starker Core

Wichtig bei dieser Art Training ist eine starke Körpermitte. Ihr braucht sie in jeder Übung und trainiert diese Muskelgruppen praktisch die ganze Zeit mit. Daher bedarf es im Prinzip keiner isolierten Bauchübungen mehr. Kniebeuge? Liegestütze? Der Bauch muss fest sein, sonst würdet ihr fallen oder ziemlich schnell zusammensacken. Das Bauchtraining im Functional Training passiert quasi en passant, ganz nebenbei. Das spart langweilige und nervige Crunches. Die sind eh so was von 2006.

Die Basisübungen des funktionellen Trainings

Anfänger sollten erst einmal nicht zu komplexe Übungen wählen. Auch das Trainieren mit schweren Gewichten lasst ihr vorerst aus. Viel wichtiger ist es, dass ihr die richtige Ausführung der einzelnen Übungen lernt. Schon bei simplen Kniebeugen könnt ihr ziemlich viel falsch machen und eurem Körper schaden; vor allem, wenn ihr auf eine unsaubere Grundhaltung noch extra Gewicht draufpackt. Das kann schnell in den Knien und im Rücken schmerzen. Am Besten beginnt ihr mit dem eigenen Körpergewicht. Jede Übung ist effektiver, wenn sie richtig ausgeführt wird.

Die besten Grundübungen sind:

– Kniebeuge (Squats)

– Ausfallschritte (Lunges)

– Klimmzüge (Pull ups)

– Liegestütze (Push ups)

– auf eine Box steigen (Box step ups)

– Unterarmstütz (Plank)

Beherrscht ihr die Grundübungen, könnt ihr sie anspruchsvoller gestalten. Nehmt Gewichte dazu oder verlegt die Übungen auf einen fordernderen Untergrund, zum Beispiel auf ein Bosu (ein Halbball) oder ein Balancekissen. Die Grenzen setzt ihr. So könnt ihr euch kontinuierlich weiterentwickeln und den Körper kräftigen.

Das Ziel: ein athletischer Körper

Functional Fitness macht leistungsfähiger. Das Motto: Weniger Muskelprotz, mehr athletische Figur. Für Frauen bedeutet das auch eine Abkehr von den dünnen Cardio-Chicks hin zu definierten und sportlichen Körpern.

Ihr wollt gesund und schön sein? Dieser Trend ist euer Ticket. Functional Training ist ein Lifestyle – und übrigens der Überbegriff für viele andere Fitnessbewegungen, die gerade den Markt überschwemmen, ob Crossfit, Plyometrisches Training oder Body Weight Training. Am besten werft ihr euch direkt in eine erste Serie Liegestütze! Die sind nämlich grad so was von angesagt.




  1. HautUndKnochen

    Ist denn Functional Training auch ‚gut‘ (ernste Frage)? Durch die gelegentlichen Einwürfe, dass diese Trainingsart momentan total hip und trendy sei, entsteht ein leichter ironischer Beigeschmack. Nicht, dass es in fünf Jahren wieder heißt, dass das alles Quatsch gewesen ist.

    • Alke von Kruszynski

      Gute Frage! Nicht alles, was trendy ist, muss gut sein. Richtig gelernt, achtsam ausgeführt und mit Akzeptanz für die eigenen physischen Limits ist das ein extrem gutes Training, weil es ganzheitlich den Körper bewegt! Es kommt imner auf das Maßhalten an – und auf gute Trainer (die nicht immer die sind, die am härtesten „rannehmen“).

    • juliajogs

      Jedes Training kann schlecht oder gut sein. Wie Alke schon sagt, kommt es auf die richtige und achtsame Ausführung an. Functional Training ist ein super Training und würde ich den Maschinen im Gym vorziehen, da diese Übungen viel alltagsnaher sind. Sie stärlen nicht nur isoliert einen Muskel, sondern schulen gleich das Zusammenspiel des ganzen Bewegungsapparats. Bedeutet mehrere Muskeln wirken zusammen, Sehnen und Bänder werden viel alltagsnaher beansprucht und ganz wichtig: Deine Körpermitte (die auch im Alltag deine Basis bildet) wird grundsätlich immer mittrainiert. Die Schulung von Koordination und Balance wollen wir auch nicht vergessen! Dicker Daumen hoch und somit verdient als hip und trendy betitelt, auch wenn so schon seit Jahrhunderten „trainiert“ wird.


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