Wartesaal_Coaching_Ginger

Dear Diary: Sitze ich etwa im Wartesaal des Lebens?

Erfolg beginnt im Kopf. Ja, ja, diesen Satz habt ihr garantiert schon oft gehört. Aber dass er ausgelutscht klingt, macht seine Aussage (leider) nicht weniger wahr.

Wenn Novak Djokovic wieder gegen Andy Murray triumphiert oder Beyoncé mit bittersüßer „Lemonade“ die Charts auf den Kopf stellt, haben sie eine Sache garantiert hinter sich: Mentaltraining. Ob Sportler, Sänger, Schauspieler, Manager oder Selbständiger: Erfolgsmenschen arbeiten ganz selbstverständlich an ihrem Geist. Sie wissen: Alles, was wir heute sind, hat entscheidend damit zu tun, wie wir denken.

Am fünften Coaching-Tag tauche ich tiefer ein in diesen Kosmos der Selbstbespiegelung. Und muss „nur“ herausfinden: Gehöre ich zu denen, die darauf warten, dass sich die Welt für sie verändert? Oder gestalte ich meine Welt selbst?

In welchem Lager wir Novak und Queen Bey verorten dürfen, ist klar. Wie aber finden „Normalsterbliche“ heraus, ob sie aktiv oder passiv sind? Ob sie erst einmal auf die Dinge achten, die sie beklagen oder anders haben möchten. Liegen sie außerhalb ihres Einflussbereichs (unser Thema gestern), kostet uns das nicht nur verdammt viel Energie. Im Wartesaal des Lebens brennt man auch aus, ist demotiviert und spürt kein Weiterkommen.

Zum (noch) besseren Verständnis grinsen mir dazu aus meinem Coaching-Arbeitsbuch drei Kreise entgegen. Der äußere Ring entspricht meinem Verhalten. Hier geht‘s um all das, was andere von mir sehen. Ich schätze, meine tolle Ausstrahlung und überwältigende Wirkung auf Männer ist gemeint? Ähm, genau!

Der mittlere Kreis bildet mein Wissen, meine Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Ob ich wohl Pluspunkte mache, weil ich Rechtschreibfehler auf den ersten Blick erkenne? Im letzten Kreis schließlich spielt die Musik! Hier im Kern zeigt sich, wie ich denke – und damit eben der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg.

Oder um es mit Henry Ford zu sagen:

Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Moment! Nicht, dass ihr jetzt „denkt“ (haha), es gehe ums positive Denken. Nein, sagt mein Herr Coach, wir sprechen über das richtige Denken. Und das ist etwas völlig anderes als eine Bestellung beim Universum.

Klar hat es schon mal geklappt, dass wir uns den Parkplatz bestellt und auch prompt gefunden haben. Doch diese Ausnahme bestätigt laut Coach Cristián nur die Regel. Und die lautet:

Man braucht die richtige Technik, um das Gute in sich noch mehr zum Strahlen zu bringen.

Möchte ich also etwas an meinem Verhalten ändern, liegt der Hebel dafür in meinem Kopf. Verändere ich meine Gedanken, spiegelt sich das sofort in meiner Einstellung, meinem Handeln und den daraus resultierenden Wirkungen wider.

Ich bin ein Test-Objekt – und sehe Rot

Ein kleines Experiment soll mir helfen, die richtige Richtung zu verstehen. Ich soll mir ein Video mit vielen verschiedenen Objekten ansehen. Merken soll ich mir alle Dinge in der Farbe Rot. Danach gibt mir mein Trainer doch tatsächlich 15 Sekunden Zeit, um alle gelben (ja echt: gelben) Gegenstände zu notieren.

Wie bitte? Ich sollte mir doch Rot merken! Während ich fieberhaft überlege, ob vielleicht eine Banane im Film vorkam, erklärt mir mein Coach das erste Mentalgesetz:

„Beachtung schafft Verstärkung.“ Was soviel heißt wie: Ich entscheide in jedem Moment, wem oder was ich Beachtung schenke. Sei es Eltern, Freunden oder Kollegen, Werbespots, Social-Media-Posts, Anrufen, die kommen oder eben ausbleiben, komische Blicke – die Welt ist voller lockender Reize und Informationen.

Was ich daraus als relevant herausfiltere, formt natürlich mein Denken, auf ganz entscheidende Weise. Das zweite Mentalgesetz lehrt mich entsprechend: „Schenke nur den Dingen Beachtung, die wirklich, wirklich, wirklich gut für dich sind“. Die meisten Menschen, so lerne ich, treiben völlig unbewusst durch den Alltag. Sie gehen „andersbewusst“ und leider nie selbstbewusst durchs Leben.

Auf so viel Fremdbestimmtheit möchte ich natürlich komplett verzichten. Ich mache mir zum ersten Mal richtig klar, wer oder was mich eigentlich macht und ausmacht. Dabei hilft die folgende Frage: „Ist das wirklich, wirklich, wirklich gut für mich?“

Ist es wirklich so hilfreich, abends im Bett noch lange online zu sein, E-Mails zu checken und Instagram-Herzchen zu verteilen? Sollte ich mir weiterhin Talkshows im Fernsehen anschauen, wenn sie mich doch nur aufregen und mehr oder weniger hilflos zurücklassen? Werde ich in all dieser „Unentspanntheit“ morgens eigentlich noch liebevoll wach?

Meine Antworten fallen klar aus. Ja, ich sollte und werde lieber nur den Dingen Beachtung schenken, die mich meinen Zielen näherbringen. Nur – welche habe ich eigentlich?

Das werde ich vielleicht, vielleicht schon Morgen anfangen herauszufinden. Stay tuned!




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