Nutzhanf_Ginger

Hanf, die Pflanze, die alle fröhlich macht ;)

Die Verwendung von CBD-Öl – dem medizinisch wirksamen Anteil der Cannabispflanze – ist extrem im Trend. Denn sehr viele warten darauf, dass Cannabis endlich legalisiert wird. Menschen mit chronischen Schmerzzuständen, rheumatischen Problemen oder sogar Krebs sind darunter, aber auch Vertreter von Recht und Ordnung, die in der Kriminalisierung der Pflanze einen unnötigen Kostenverursacher sehen, sowie Wirtschaftsexperten, die hier zu Recht eine solide Steuereinnahmequelle vermuten.

Hanf – als Nutzpflanze Cannabis sativa genannt und ohne nennenswerten Harz-Anteil als psychogene Droge wertlos – gehört dagegen endlich wieder in die westliche Produktwelt. Das war lange Zeit nicht der Fall.

Hanf als Nutzpflanze: Mehr Vielseitigkeit geht kaum

Dabei meistert diese schnell wachsende (in einem Jahr bis zu 7 Meter!), robuste, preiswerte und vielfältig zu nutzende Pflanze Herausforderungen wie keine Zweite. Ihr braucht Nahrung (Öle, Samen)? Dann ist Hanf eine extrem gesunde Option. Ihr braucht Kleidung, Papier, erneuerbare Baustoffe? Hanf liefert all das und mehr. Sogar Hautpflege-Erzeugnisse lassen sich aus Hanf herstellen!

Die Geschichte dieses freundlichen Multitalents reicht wahrscheinlich weit über 10.000 Jahre zurück. Im 3. Jahrtausend v. Ch. wurden China dann erste Papiere und vor allem Seile für die Schifffahrt aus Hanffasern hergestellt. In Europa erlebte Hanf neben Flachs, Wolle und Nessel seine Blütezeit im 17. Jahrhundert. Schiffsegel, Takelwerk, Seile, Netze, Flaggen, Uniformen entstanden dank der besonderen Reiß- und Nassfestigkeit des Materials aus Hanf.

Dann verlor Hanf an Bedeutung. Teurere USA-Baumwolle und später synthetische Fasern übernahmen die Textil-Sparten, Holz verdrängte Hanf aus der Papiererzeugung.

Das Comeback von Cannabis sativa

Vielleicht auch, weil das Bewusstsein unter anderen für die schwindenden Wälder zugenommen hat, beginnt in den letzten Jahren endlich ein Comeback der Hanflandwirtschaft. Übrigens: Das Papier für Geldscheine in Europa stammt mehrheitlich aus französischer Hanfpapier-Produktion! Es ist nämlich reißfester als Papier aus Holz!

Für Ackerböden ist der Anbau von Cannabis sativa eine ziemlich gute Idee: Denn die in unseren Breitengrade eigentlich heimische, unkomplizierte Pflanze nährt den Boden, in dem sie ohne Zuhilfenahme von Pflanzenschutzmitteln wächst: Hanf ist gegen Schädlinge und Insekten immun, Pestizide können draußen bleiben. Die sehr reißfesten Fasern (in der Ernte um ein Mehrfaches der Baumwolle überlegen) sind daher frei von Chemie, außerdem extrem belastbar und biologisch abbaubar.

Warum also bauen unsere Landwirte lieber ganze Landstriche voller Weizen, Mais, Raps an? Unter anderem, weil Anfang des 20. Jahrhunderts der Hanfanbau aufgrund der „Sippenhaft“ mit dem Rauschmittel Cannabis verboten wurde (die Amerikaner waren’s …). Die schrittweise Aufhebung dieser Verbote in diversen europäischen Ländern führte in Deutschland zu einem Wiedererstarken des Hanfs in der Warenwelt.

Stil, Schönheit, Gesundheit und Umwelt: Alle profitieren von Nutzhanf

Aus GINGER-Sicht können wir das nicht genug loben: Die vielen neuen Hanf-Produkte, von Unterwäsche bis Hanf-Taschen, Kosmetik oder Ernährungs-Elemente wie Hanfnüsse und schlaffördernde Tees, sind sämtlich nachhaltig, meist in Bio-Qualität und chemiefrei. Und neben einem guten Umweltgewissen lassen sie uns auch noch super aussehen.

Auch medizinisch ist Hanf zu Recht im Kommen – weiter unten findet ihr einen Link, in dem ihr eine zwar stark subjektiv eingefärbte, aber trotzdem umfangreiche Aufstellung aller Verwendungsmöglichkeiten findet. Auf der Seite informiert auch ein historisches Propagandafilmchen des US-Landwirtschaftsministeriums von 1942 noch über Anbau, Ernte, Nutzung der Tausendsassa-Pflanze.

Marihuana_Zertifikat_1942

Bald darauf wurde sie paradoxer Weise verboten – ist ja auch wirklich zu schwierig für die US-Drogenfahnder, per Luftaufklärung Cannabis- von Hanffeldern zu unterscheiden …

Bei all den immer besser bekannt werdenden Vorteilen überlege ich ernsthaft, in die Finanzierung der Hanfproduktion einzusteigen. Allerdings interessiert mich persönlich eher die Cannabis-Story: Die medizinisch wertvollen Bestandteile von Marihuana sollen angeblich das Pharmawesen revolutionieren, an diversen neuen Medikamenten auf Basis des wichtigen Pflanzenwirkstoffs Cannabidiol (CBD) wird bereits geforscht. Schon jetzt profitieren zum Beispiel Tourette-, Rheuma-Patienten und diverse andere Kranke von den Vorzügen des medizinischen Cannabis. Die Krebsforschung ist der Untersuchung des vielversprechenden Multitalents CBD zumindest nicht abgeneigt.

Nutzhanf: Legalize it!

Wie bereits in vielen Staaten der USA oder in Kanada wird deshalb auch bei uns die Legalisierung neu verhandelt. Erste nordamerikanische Unternehmen haben bereits die Erlaubnis, kontrollierte Mengen für medizinische Zwecke anzubauen. Sobald die Petitionen endlich in Gesetze geflossen sind, werden auch Marihuana-Pflanzen, deren psychoaktiver, also THC-Anteil gedrosselt wird, um den medizinisch wertvollen Pflanzenbestandteil CBD zu erhöhen, hier einen Boom erleben.

Landwirte, denkt über eine fröhliche Zukunft nach 😉 Ob Kosmetik und Klamotten oder Pillen gegen Epilepsie: Wir von GINGER sehen blühende Hanf-Landschaften! Drückt die Daumen, dass das mit der Legalisierung des Nutzhanfanbaus endlich amtlich wird …

Und hier noch der versprochene Link zur Aufstellung der Hanf-Anwendungsmöglichkeiten: http://alles-schallundrauch.blogspot.in/2009/05/warum-die-wunderpflanze-hanf-verboten.html




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