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Blaumachen? So 1999! Wir machen lieber Grün

Schon klar: Ein Ausflug ins Grüne, das klingt zuweilen ein bisschen altbacken. Nach Spazierengehen mit Muttern am Sonntag. Nur wenn daraus etwas Sportliches wird, Walking, Jogging oder Triathlon, geht das erklärte Vor-die-Tür-Gehen noch als ok durch, so scheint es.

Zu Unrecht. Wir sagen immer öfter: Ich mache grün. Denn das ist nachweislich gut für Seele, Körper und Selbstwertgefühl.

Grün hält gesund – das ist bewiesen

Der Aufenthalt in der Natur hebt die Stimmung, wie auch wir schon ausführlich beschrieben haben, er stärkt die Konzentration, pusht das Selbstwertgefühl und ist aus präventiver Sicht ein mindestens ebenso wertvoller Gesundheitskick wie der tägliche Smoothie (mit dem ihr es allerdings nicht übertreiben solltet).

Was die Natur außerdem so wirksam macht, ist die Summe kleiner Glücksmomente, die sie uns beschert. Klingt zu theoretisch? Dann gibt’s jetzt die Lizenz zum Tagträumen: Versinkt einfach mal für einige Minuten in einem imaginären Frühlingswochenende (falls das echte wegen Regen und Sturm grad nicht funktioniert …). Versenkt euch in ein paar schöne Naturbilder – und schon werden Glückshormone ausgeschüttet.

Das lässt sich sogar messen, wie ein Forscherteam der University of Sheffield zegte. Im MRT liegenden Studienteilnehmern wurden verschiedene Bilder gezeigt, und dabei sprach der Traumstrand ganz andere Hirnareale an als das Bild einer Autobahn. Auch das niederländische EMGO Institute for Health and Care wollte ergründen, was am gesunden Grün dran ist. Also überprüften die Forscher stichprobenartig den Gesundheitszustand von 350.000 Niederländern. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Menschen bei gleichen Lebensgewohnheiten umso gesünder sind, je grüner ihr Wohnumfeld ist.

5 Minuten reichen – und es klappt sogar per Mausklick

Der grüne Gesundheitsbooster funktioniert Studien zufolge sogar virtuell, wobei die Wirkung eines kurzen Spaziergangs im Park dem Yellowstone-Nationalpark-Bildschirmschoner natürlich haushoch überlegen ist.

Um die Kraft der Natur nutzen zu können, müsst ihr gar keine stundenlange Wanderung einplanen. Schon ein fünfminütiger Spaziergang reicht aus, um die Stimmung nachhaltig zu verbessern, sagen Biowissenschaftler der University of Essex. Ein Grund mehr, um die Pause nicht am Schreibtisch zu verbringen.

Gesundheit und Glück „wachsen“ im Garten.

Richtig gut dran seid ihr mit einem eigenen Garten, denn Gartenarbeit ist besser als jedes Workout. Wenn ihr euch ordentlich beim Harken, Jäten oder beim Rasenmähen verausgabt, tut ihr also nicht nur dem Garten, sondern auch euch viel Gutes.

Andreas Niepel, Gartentherapeut der Klinik Holthausen für neurochirurgische und neurologische Rehabilitation, schwört seit langem auf die Arbeit im mit Schaufel und Spaten. Belegt ist, dass Gartenarbeit Muskulatur, Knochen, das Immunsystem sowie das Herz-Kreislauf-System stärkt. Auch die Konzentration profitiert vom grünen Workout.

In einer Studie der Universität Arkansas wurde außerdem Spannendes hinsichtlich der Osteoporoseprophylaxe nachgewiesen: Frauen, die wenigstens einmal wöchentlich im Garten arbeiteten, hatten eine höhere Knochendichte als Sport treibende Geschlechtsgenossinnen gleichen Alters.

Ihr habt keinen Garten? Damit seid ihr nicht allein. Und darum stehen Gärten zum Mieten oder Urban Gardening hoch im Kurs. Dort werdet ihr Gärtner auf Zeit und könnt sogar euer eigenes Gemüse anbauen. Das ist dann gewissermaßen doppelt gesund.

Hier findet ihr weitere Infos zu den erwähnten Studien: http://www.stern.de/gesundheit/wirkung-der-natur-untersucht-so-schnell-macht-gruen-gluecklich-1563254.html




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