Happy_Food

Essen, das euch glücklich macht

Fertiggerichte, Fritten, Milchprodukte, Süßes – das klingt als Ernährungsidee so ungünstig, wie es sich auswirkt. Ein Urlaubs-Ausflug in ein typisches Ostsee-Touristen-Städtchen bestätigte diese Beobachtung wieder überdeutlich. Wohin mein Auge sah: Eiscreme-Tütchen, Brotkram und Bier, Übergewicht. Gewisse Zusammenhänge von Verhalten und Aussehen waren geradezu überwältigend deutlich.

Und? Sahen diese Urlauber happy und gelassen aus, man hat ja Ferien, die Lieben um sich usw., usw.? Nicht wirklich. Im Gegenteil: Schon die kleinste „Störung“ warf Aggressionsbeulen auf, die nicht wirklich gesund sein können (wer je das Parkplatz-Such-Verhalten in beliebten Touristenstädtchen beobachtet hat, weiß, was ich meine).

Machen also die beliebten Futterquellen vielleicht schlechte Laune – und falls ja, was kann dann im Gegenzug unsere Laune nachhaltig heben?

Ohne jetzt endlos lange Listen aufzählen zu müssen, die sich ohnehin niemand merkt: Dass die „mediterrane“ Ernährung mit Fisch, viel frischem Gemüse, Obst und guten Ölen für einen insgesamt gesunden Organismus sorgt, ist schon eine Binsenweisheit.

Und Länder wie Italien, Spanien, Griechenland haben es mit deutlich niedrigeren Depressions-Raten zu tun als Nationen wie den USA, wo Milchprodukte und Stärke- und Kohlehydrate-reiche Industrienahrung extrem verbreitet sind. Dort zeigte zum Beispiel eine jüngst veröffentlichte Studie, dass die Verbindung von Zuckerkonsum und Depressionshäufigkeit keine blanke Hypothese ist.

Natürlich hat diese Krankheit viele weitere Ursachen, darunter genetisch bedingte, was mit Essen oder Nicht-Essen erst einmal nichts zu tun hat. Aber wirft man einen Blick auf jene Nahrungselemente, die einen nachweislich positiven Effekt auf unsere Stimmung haben, sagt schon der gesunde Menschenverstand, was häufiger und was besser nur selten auf den Tisch kommen sollte.

[sc:eBook ]

Auf der Suche nach den Ursachen für Depression nimmt die Wissenschaft längst unsere Speisepläne ins Visier. Und stellt mit eingangs genannten Kandidaten diverse Freude-Feinde an den Pranger. Denn alle Ergebnisse bestätigen: vitaminreiche, ausgewogene Kost mit frischen Gewürzen (aus dem eigenen Garten …) macht glücklicher.

Das liegt natürlich sowieso, irgendwie und total auf der Hand. Aber manche Kerbe kann man ja gar nicht oft genug tiefer schlagen. Auch als Nicht-Dogmatikerin in Food-Angelegenheiten

Mit kleinsten Korrekturen auf euren Einkaufslisten werdet ihr Chipstüten und Gummibärchen langsam, aber sicher von den Snack-Listen streichen. Und täglich ein bisschen antriebsstärker, schlanker, fitter, weniger leicht schlecht gelaunt sein!

  1. Das Frühstück.

Brot, Marmelade, Wurst, Milch. Das sind die morgendlichen Starthilfen der meisten Mitmenschen. In Deutschland. In Italien, Frankreich oder Spanien etwa sind es süße Teig-Teilchen zum Café, nur die Brits tanzen mit Würstchen und Ei irgendwie aus der Reihe. Aber das sind wir vom Volk der Linksfahrer nicht anders gewohnt.

So setzen wir unseren Körper jeden Morgen auf das Programm Zucker und Fett, das es den Rest des Tages bedient bekommen möchte. Ein Experiment zum Vorschlag: entweder ungesüßte Müslis (schaut auf die Inhaltsstoffe, die meisten Müslis werden mit Honig oder anderen Zuckern vorgesüßt) plus Früchte wie die Energiebomber Banane, Beeren oder Apfel.

Herzhafter sind zum Beispiel Omeletts plus Hummus und Avocado-Beilage, deren Inhaltsstoffe einen gesunden Kickstart mit lang anhaltendem Sättigungs- und Gute-Laune-Faktor garantieren.

  1. Der Snack.

Je nach individueller Konditionierung rufen Magen und Zellen im Laufe des Tages: Füttere mich! Abertausende von Backshops haben uns alle dahin erzogen, in diesen Momenten zum Teigteilchen zu greifen. Falsch. Unser Verdauungssystem verwandelt sie in reinen Zucker – und der fatale Kreislauf „Zuckerhoch – Zucker-Crash – neuer Zucker“ beginnt von vorn, ohne den Zellen wertvolle Energie geliefert zu haben.

Ich bevorzuge in diesen Momenten Nüsse, Rohkost-Sticks (könnt ihr morgens fix vorschneiden und in Vorratsdosen mitnehmen), ein paar Früchte oder einen Smoothie (der mir zugegeben oft zu arbeitsintensiv ist mit all dem Schnippeln und Maschinen-Abwaschen). Und beim Snacken gilt die Regel: Weniger ist mehr!

  1. Das Mittagessen.

Ganz ehrlich: Dazu ist eingangs – Stichwort „mediterrane Kost“ das Wichtigste gesagt. Mich persönlich machen Salate nur mit interessanter Beilage glücklich, zum Beispiel ein bisschen Tofu, gedünstetem Gemüse oder leckerem gegrillten Ziegenkäse. Und ich liebe Nudeln, die wie alles – in Maßen genossen – aus meiner ganz persönlichen Erfahrung auch nicht das Problem sind: als Buchweizen-Modell oder auch in Vollkorn-Variante sind sie in meiner Küche herzlich willkommene Happy-Macher. Schlicht mit Olivenöl und frischen Tomaten, etwas Pfeffer und Schafskäse dazu: yummie!

Sahnesaucen allerdings habe ich verbannt – dieses Hüftgold möge sich woanders breit machen, und ich bin eh kein Fan von Milchprodukten. Kalorienärmere Versionen der berühmten Carbonara sind die, die eben NICHT beim Italiener um die Ecke mit Sahne und Speck serviert werden. Sondern als Original, wie mit diesem Rezept aus der „Süddeutschen“.

  1. Das Abendessen.

Die Brotstulle mit Schinken gehörte zum Abendbrottisch meiner Kindheit wie Weihwasser in die Kirche. Warum das sich bei uns so eingebürgert hatte, weiß ich nicht. Heute ist das ohnehin alles anders: Oft ist für viele Arbeitnehmer und Familien das Dinner die Zeit der warmen Mahlzeit. Je weniger Kohlehydrate dabei im Spiel sind, desto besser kann der Körper nachts seinen Verbrennungsmotor laufen lassen. Schwere Kost belastet ihn – mit entspanntem Schlaf und Stimmungshochs ist also nicht wirklich zu rechnen, sagt meine Feldforschung. Auch ohne zugrunde liegende Studien mein Rat an alle, die gesund, fit und schlank bleiben wollen:

Prüft, ob ihr echten Hunger oder nur Appetit auf orale Befriedigung habt, ob euer Körper wirklich noch viele Kalorien zur Nacht benötig, oder ob eine leichte Vesper auch ausreichen würde. Muss wirklich gegessen werden, weil der Tag viel Kraft gekostet hat, bringt „leichte“ Kost auf den Tisch – wobei zum Beispiel Gemüse als Raw-Snack länger verdaut wird als gedünstetes. Und war der tag schon voller kleiner Sünden: Einmal Aussetzen und mit leerem Magen ins Bett gehen (Dinner Cancelling) hat eine sehr positive Wirkung (auch auf die Figur).

Ihr habt immer eine Wahl, intelligente Entscheidungen zu treffen 😉

  1. Das Betthupferl.

Ich schlage vor: Obst statt Schoki. Schneidet euch abends ein paar saisonale Früchte auf und drapiert sie verlockend angerichtet auf dem Couchtisch. Schon diese Schokolade-Bonbon-Alternative macht einen Unterschied. Ich habe es vier Wochen lang getestet: Ohne meine Ernährung zu verändern, nur durch den Verzicht auf Süßigkeiten und mit Obst als Ersatz habe ich in der Zeit 2 Kilogramm abgenommen! Außerdem hat Obst, anders als industrieller Süßkram, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien zu bieten, die der Organismus mit Dank entgegen nimmt.

Mehr zum Thema hat die US-amerikanische „Times“ zusammengefasst:

http://time.com/3939974/sugar-junk-food-depression/

Und was zum Beispiel Bewegung plus Ernährung für eure Stimmung tun kann, weiß Petra Orzech als Expertin für Slim Yoga!




Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mehr von diesem Autor

Möchtest Du uns lieben …

… und ehren, in guten wie in besseren Tagen?

Sag Ja zum Ginger Newsletter!

(natürlich geben wir deine Daten niemals an Dritte weiter)
Diese Einladung bitte nicht mehr anzeigen.
0