Spiritualitaet

„Spiritualität light“: 6 Ideen für Unheilige

Du kochst bewusst, nimmst das Fahrrad ins Büro, achtest deine Mitmenschen wie dich selbst und bringst nur Gesundes auf den Tisch. Gern in der leisen Hoffnung, dass all das von der Umwelt geschätzt wird und vielleicht sogar ein bisschen abfärbt.

Das ist zwar lediglich ein bisschen Ego-Push – aber hey, wir sind nur Menschen, keine Heiligen! Das ist auch nicht das Ziel, wenn man sich dafür entscheidet, ein bisschen mehr Tiefe und ja, nennen wir es mal: Spiritualität in sein Leben zu lassen. Warum das eine gute Idee ist? Weil es auch unsere banalsten Verrichtungen in einen Sinn-Zusammenhang bringt.

Ob ich meinem Sohn nur nebenbei oder bewusst über den Kopf streiche, wenn er müde aus der Schule heim kommt – es macht einen Unterschied. Ob ich den Tag beim Zubettgehen meditierend reflektiere – es macht einen Unterschied. Denn es lässt mich wacher sein, dankbarer sein, und es gibt mir die Chance, am Leben zu wachsen.

Achtsamkeit ist eine Aufgabe, sie fällt einem nicht zu und gelingt nicht an jedem Tag gleich gut. Aber mit einer Geisteshaltung wie dieser empfindet man auch die weniger schönen Tage immer noch als Geschenk.

Mit der Spiritualität ist es wie mit dem Fahrradfahren – ohne ein bisschen Hingabe keine Erfolge. Mit diesen 6 Ideen, die alle ganz einfach in den Tag zu integrieren sind, kann man schon einen großen Unterschied machen.

1. Meditation ohne Druck

Es muss gar nicht aufwändig sein, schon eine Minute macht einen Unterschied: Meditiere jeden Morgen, bevor der Tag wirklich beginnt und dich ablenkt. So startest du aus der Ruhe, bewusst und geerdet. Meditation hat derart viele bekannte positive Auswirkungen, dass man fast müde wird, sie ständig zu wiederholen.

Dennoch lohnt der Aufruf: Starte mit ein paar Minuten, und falls es Spaß macht, bleib dran und steigere dich. Gern im Wissen, dass täglich wenige Minuten die bessere Wahl sind, als zweimal die Woche eine halbe Stunde zu meditieren! Wobei: Auch das ist natürlich besser, als gar nicht zu meditieren.

Meditation schließt Bewegung keinesfalls aus! Fokussierte Atmung in der Yogapraxis, beim Thai Chi oder Qi Gong ist nichts anderes als bewegte Meditation.

2. Lesen mit Bedeutung

Vielen Menschen – auch jenen, die vielleicht gerade keine Hilfe bei Ratgebern suchen – kann ausgesuchte spirituelle Literatur neue und interessante Impulse geben. Man lernt erstens nie aus, und der Horizont kann zweitens gar nicht weit genug sein.

Einige Bücher sind freundlicherweise sogar so ausgelegt, dass eine Seite pro Tag Denkstoff und Übungen liefert. Das vermeidet den Druck, sich komplett auf unbekannte oder befremdliche Glaubenstheorien einlassen zu müssen.

Die tägliche Meditationspraxis anreichern? Dann geht der Griff vielleicht zu „Ein Kurs in Wundern“. Weisheiten, die uns durch alle Tage des Jahrs begleiten und einen zufriedeneren Umgang mit der Welt ermöglichen? Da könnte „Liebevoll leben, Tag für Tag – (Meine 365+1 ganz persönlichen) Meditationen über Ammas Botschaft“ passende Lebenshilfe geben. Viele dieser Einsichten können das persönliche Denken und Handeln ohne Doktrinen und ganz entspannt positiv beeinflussen.

3. Dankbarkeit leben

Alles im Alltag – das Frühstück, das Wetter, die Kollegen, Freunde – erhält energetisch eine Aufwertung durch die Dankbarkeit, die wir dafür empfinden. Warum also nicht den Dank für diese Geschenke zum Teil unserer täglichen Routine machen. Um das zu üben, hier ein paar Tipps:

Denke morgens noch vor dem Aufstehen an eine Sache, über die du Dich freust. Gesund zu sein, eine Familie zu haben, für den Abend einen Tisch im In-Restaurant bekommen zu haben – nichts ist wirklich selbstverständlich. Eine Steigerung ist ein Reminder am Nachmittag: Was war heute los, das dich besonders bewegt hat? Um diesen Moment nicht im Fahrwasser des Alltags untergehen zu lassen, hilft zum Beispiel ein extra auf dem Smartphone eingerichteter Signalton.

Wer noch tiefer in den Augenblick und die Anerkennung für das Leben eintauchen möchte, legt sich ein Tagebuch der Dankbarkeit zu. Das hat zum Beispiel auch für die nächsten Generationen einen sehr guten Vorbildcharakter.

4. In Kontakt mit der Natur sein

Die westlichen Gesellschaften bewegen sich sämtlich auf ihre Ballungsräume und Großstädte zu. Dennoch – oder eben deshalb – tagträumen wir oft vom Barfußlaufen am Strand, von ruhigen Bergwanderungen oder stillen Spaziergängen durch einen erdig duftenden Nadelwald.

Da das selten mit der Wirklichkeit übereinstimmt, kann man statt dessen jeden Moment an der frischen Luft besonders bewusst genießen. Schaltet das Handy aus, steckt es in die Tasche. Nehmt den Atem des Windes auf dem Gesicht wahr, die Wärme der Sonne im Rücken, Vogelstimmen und Blumen am Wegesrand. Versucht es einmal: Momente wie diese geben dem Tag direkt mehr Lebensqualität!

5. Lass das Universum in dein Leben

Zufälle gibt es nicht. Wer aufmerksam durch sein Leben geht, kann feststellen, dass jede Begegnung einen tieferen Sinn hat. Natürlich ist es ein Glaube, eine Sicht der Dinge, der man folgen möchte oder eben nicht. Wer daran glaubt, erkennt in allen Ereignissen Sinn stiftende Zusammenhänge. Zum Beispiel, dass das Universum seine Finger im Spiel haben könnte, wenn eine Sache gut für uns ausgegangen ist.

Diese „Rückendeckung“ beeinflusst uns psychologisch positiv – und weitere aus unserer Sicht „gute“ Dinge können passieren. Jedes Zeichen ist gleichzeitig ein Geschenk. Warum sollte man sich darüber nicht freuen. Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als der Mensch erklären kann. Glaubt er an gute Kräfte, ist sein Glas zumindest immer voll.

6. Bewusste Atmung

Belebende Atemübungen kann jeder und überall machen. An der Kasse, beim Autofahren, im Aufzug … und ganz besonders, wenn es um einen herum gerade laut und stressig wird: Das Außen kurz einmal draußen lassen und innerlich den Fokus auf die langsame Bauchatmung lenken.

Ein leichtes Beispiel: Im eigenen Atemrhythmus auf 4 einatmen, 4 Schläge lang die Luft anhalten, beim Ausatmen wieder bis 4 zählen, und vor dem nächsten Einatmen wieder 4 Schläge mit geleerter Lunge abwarten. Erneut einatmen und den Ablauf insgesamt 4 Mal wiederholen. Und feststellen, dass der Weg zur inneren Ruhe und Gelassenheit ein ziemlich kurzer sein kann.

 

Du hast alle oder einzelne der Tipps ausprobiert? Dann lass uns gern wissen, wie es dir damit geht!




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