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13 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank möchten

Verderbliches vor dem Verderben bewahren ist der Segen, den Kühlschränke uns gebracht haben. Doch nicht alles gehört so kühl gelagert – manche Nahrungsmittel nehmen es euch eher übel oder entwickeln sich in Richtungen, die ihr nicht wünscht. Andere dagegen sehnen sich nach der Kälte. Was geht, was nicht? Wir haben euch die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

  1. Kartoffeln mögen es dunkel und kühl. Allerdings nicht kühlschrankkalt. Dort wird ihr hoher Stärkeanteil schneller in Zucker verwandelt. Besser: Ohne Umverpackung und ungewaschen in einer gut belüfteten Karton bis zum Verzehr aufbewahren – wer einen hat, stellt den in einen kühlen Keller.
  1. Ebenfalls jenseits der Kühlschrankkälte möchte euer Knoblauch aufbewahrt werden. Andernfalls wird er schrumpelig bis schimmlig und keimt schneller.
  1. Gleiches gilt für Zwiebeln, die ihr ebenfalls unverpackt und luftig ins Dunkle stellt: Sie halten länger an der Luft, während sie im Kühlschrank weich werden. Sind sie bereits aufgeschnitten, ist es anders: Dann lagert ihr sie dort in einer verschlossenen Plastikbox.
  1. Avocados müssen in aller Regel noch nachreifen. Das aber verhindern die Temperaturen im Kühlschrank. Ausnahme sind bereits sehr reife Früchte, versteht sich, die sollten dann auch schnell verarbeitet werden.
  1. Nicht schickt Brot schneller ins Jenseits als die Lagerung im Kühlschrank. Niemand mag sein Brot zugleich kaugummiartig und trocken in der Konsistenz. Tipp: Am längsten frisch bleibt euer Brot im gebrannten Brottopf (Amazon-Link).
  1. Kaffee – ob gemahlen oder als Bohnen – bewahren ihr Aroma am längsten an einem dunklen, trockenen und kühleren Ort. Das ist nicht der Kühlschrank, wo Aufbewahrtes eine gewisse Feuchtigkeit hält – und dann schwitzt, sobald es ins Wärmere kommt. Kaffee gehört in einen gut verschlossenen Behälter – und wenn ihr in großen Mengen kauft, friert ihr ihn am besten ein: idealer Weise vakuumverpackt.
  1. Die zarten Aromen von Tomaten leiden im Kühlschrank, weshalb sie dort geschmacklich Schaden nehmen. Auch ihr Reifeprozess wird stark verlangsamt, und die Kälte verändert die Konsistenz dieses Gemüses. Perfekt wäre eine Lagerung in einem Korb bei Zimmertemperatur – also kauft sie nicht in zu großen Mengen.
  1. Im Dunklen und luftig kühl mag es der Kürbis. Bereits aufgeschnittene Kürbisse (und Auberginen, übrigens) können für einen kurzen Zeitraum bedeckt oder in Frischefolie im Kühlschrank auf ihre Verarbeitung warten.
  1. Basilikum mag eure Fensterbank und ein Glas mit täglich Frischwasser. Oder ihr kauft ihn im Topf, den ihr von unten bewässert. Im Kühlschrank würde er den Geruch anderer Nahrungsmittel aufsaugen und außerdem schneller welken. Um ihn für später einzufrieren, müsst ihr ihn vorher blanchieren und legt ihn dann erkaltet und verpackt ins Gefrierfach.
  1. Olivenöl bekommt zu stark gekühlt eine unschöne butterartige Konsistenz. Lagert ihn in Flaschen in einem kühlen, dunklen Küchenschrank, um seine feinen Aromen zu schützen.
  1. Unter den Früchten gehören die Exoten fast ausnahmslos NICHT in den Kühlschrank. Bananen bewahren ihre Nährstoffe besser bei Zimmertemperatur in einer Fruchtschale, zu kühle Temperaturen verlangsamen oder verhindern ihre nötigen Nachreifeprozesse. Frische lokale Früchte wie Kirschen, Himbeeren oder Zwetschgen im August können die Schrankkühle um 8 Grad Celsius dagegen sehr gut für ihre Haltbarkeit brauchen
  1. Nachreifen ist ebenfalls nötig für andere Importfrüchte oder in Plantagen vorgereifte. Pflaumen, Pfirsiche oder Mangos möchtet ihr daher lieber dunkel und kühl lagern, zu viel Sonne auf der Küchenfensterbank ließe sie allerdings schrumpelig werden.
    Beste Temperaturen für Aprikosen, Mangos, Zitrusfrüchte oder Bananen: 16 Grad. Nur Feigen und Kiwis können gut im Kühlschrank auf euren Hunger warten.
  1. Die Antioxidantien in Wassermelonen bleiben am besten erhalten bei Zimmertemperatur. erst nach dem Anschnitt und zur baldigen Verzehr könnt ihr aufgeschnittene Reste im Kühlschrank vor dem Austrocknen bewahren. Da sie sehr wasserhaltig sind, nehmen sie dort schnell die Aromen anderer Lebensmittel an, also nutz einen Behälter oder Frischhaltefolie (die wir wegen des Plastikkonsums allerdings weniger lieb haben, nur mal so zum Drübernachdenken …).

Noch ein Allgemeintipp für die Lagerung von Früchten: Äpfel, Aprikosen oder Pflaumen sondern ein pflanzliches Hormon ab namens Ethylen. Weil es Reifeprozesse anderer Fruchtsorten stört und deren Verderblichkeit beschleunigt, solltet ihr diese Kandidaten gesondert lagern. Dasselbe gilt für Tomaten (starke Ethly-Produzenten) und die empfindlichen Salate.




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