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Mehr Mähne! 10 Tipps für gesundes Haar

Yogaübungen stärken unsere Körper, dehnen die Sehnen und lösen Blockaden an Leib und Seele. Gäbe es doch so etwas wie Yoga für das Haar. Für mehr volles und glänzendes statt grauem, fahlen, brüchigen. Die schlechte Nachricht: Das ist Wunschdenken. Die gute: Eine vernünftige Pflegeroutine und ein guter Ernährungsplan wirken Wunder für schöne, volle Haare.

Haarpflege mit Köpfchen

Von Kämmen bis Stylen – mit unseren 10 einfachen Tipps könnt ihr Spliss, Haarausfall, brüchige Haare und trockene Kopfhaut vermeiden. Und das ist schon die halbe Miete für eine beneidenswert glänzende Mähne mit vollem Volumen und lebhaftem Schwung.

  1. Schon ab kinnlangem Haar sinnvoll: Die Haarenden immer zuerst kämmen, dann Stück für Stück höher ansetzen, bis die Bürste ohne Widerstand von oben nach unten durchgeht. So reduziert ihr mechanische Reize, beugt Spliss und ausgerissenen Haaren vor.
  2. Unsere Haare sind sehr stabil – außer wenn sie nass sind. Dann sind sie extrem anfällig für mechanische Schäden. Nasse Haare sollten daher weder hektisch trockengerubbelt noch gekämmt und erst recht nicht gestylt werden. Kommt zusätzlich Hitze ins Spiel, wird das Haar durch das schlagartig verdampfende Wasser geschädigt: Einzelne Härchen können gewissermaßen explodieren, was lustig klingt, aber blöd aussieht.
  3. Ebenfalls mit Blick mechanische Schädigung sollten Kämme und Bürsten keine scharfen Ecken und Kanten haben, etwa Metallenden oder Schweißnähte bei Plastik.
  4. Traktion ist eine tolle Sache. Auf der Straße, beim Auto. Bei der Haarpflege möchte man zu viel Zug eher vermeiden. Je weniger wir zerren und ziehen, desto entspannter kann der volle und glänzende Schopf sich nämlich entfalten. Deshalb sollte auch Shampoo immer nur mit sanften Bewegungen, bereits aufgeschäumt und nur auf ordentlich nasse Haare kommen. Tipp 1: Kämmt euch VOR dem Haarewaschen, das minimiert Verknotungen. Tipp 2: Shampoonieren im Nacken beginnen, wo die Haarwurzeln von Natur aus stärker sind, und den Schaum von dort nach oben verteilen.
  5. Sauer macht glänzend: Der durchschnittliche natürliche pH-Wert der Kopfhaut liegt bei zirka 5.5, der des Haarschafts bei 4, was auf der pH-Skala im sauren Bereich liegt. Deshalb am besten nach Shampoos Ausschau halten, die als „pH-hautneutral“ oder mit dem Wert 5.5 gekennzeichnet sind – nur „pH-neutral“ steht dagegen per Definition für einen Wert von 7, der für die Haut zu basisch wäre. Haarfarbe ist meist stark basisch und greift das Haar extrem an. Nach dem Färben spült deshalb auch der Friseur mit einer sauren Spülung nach, um die Farbe „einzuschließen“. Für gefärbte Haare würde man ein mildes Shampoo um den Wert 5 nehmen und eine noch stärker saure Spülung, etwa im Bereich 4 pH (Essigspülung nach Omis Rezept).
  6. Eine persönliche Frequenz für die Haarwäsche zu finden, ist wichtig. Werbung, Friseur, Beautyexperten – alle raten sie zu verschiedensten Häufigkeiten, von täglich bis nie (googelt mal die sogenannte „no poo Methode“). Es ist wichtig zu verstehen, ob die Haare etwa schnell nachfetten, weil sie stark ausgetrocknet werden, oder weil die Haut generell, auch bei guter Pflege, eher fettig ist. Auch schnell nachfettende Haare lieben übrigens schonende, feuchtigkeitsspendende Shampoos – stark trocknende und adstringierende Shampoos könnten den Teufelskreis aus immer häufigeren Wäschen und immer fettigeren Ansätzen endgültig verschlimmern.
  7. Keine „Sauna“ für die Haarwurzel! Auch wenn dem Saunieren die eine oder andere Wunderwirkung zugeschrieben wird: Unsere Haut trocknet die Prozedur extrem aus. Genauso verhält es sich bei Handtuchturbanen, die man sich nach dem Haarewaschen aufs Haupt drapiert. Schon nach etwa 10 Minuten trocknet die gestaute feuchte Hitze die Kopfhaut aus (es fängt zu jucken an) und schwächt die Haarwurzeln. Das lest ihr dann später an der Spur aus ausgefallenen Haaren ab.
  8. Ebenfalls ein Feind glänzenden Wallehaars: Heißes oder exzessives Föhnen von über 20 Minuten trocknet Kopfhaut und Haar nachhaltig aus. Wer auf Volumen hofft, föhnt gern zu viel und auch noch von unten hoch – ein Fehler, der sich gern mit einem Kämm-Marathon, abgebrochenen Haaren und Haarverlust rächt.
  9. Bei all der Haarpflege bitte nicht die Kopfhaut vernachlässigen. Sie liebt feine Öle (Tipp: sanftes, feuchtigkeitsspendendes Brokkolisamenöl), nährende Essenzen und Spülungen (Tipp: Brennnessel) sowie sanfte Massagen, die die Durchblutung anregen und somit die Wurzeln nachhaltig stärken.
  10. Wer jemals Kopfhautschmerzen erlebt hat, weiß: Auch Haarwurzeln mögen es nicht streng. Genauso wie die Haarenden bevorzugen sie sanfte Kontrolle. Also lieber lockere Frisuren tragen und gut abwechseln; scharfkantige Haaraccessoires eher vermeiden.

Ein Schönheitsmenü für die Haare

Das Prinzip garbage in, garbage out (Müll rein, Müll raus) zeigt sich nirgendwo deutlicher als auf Haut und Haaren. Um starke Haarfollikeln, möglichst glänzendes volles Haar und eine gesunde Kopfhaut langfristig zu erhalten, dürfen vor allem diese Nährstoffe auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen: Hochwertige Proteine, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Eisen, Folsäure, Vitamin C und Beta-Karotin.

Außerdem – den momentanen Trend „Granny Hair“ (silbergraues Oma-Haar) einmal ausgenommen – wünschen sich Männer und Frauen meist weniger als mehr Silber auf dem Kopf. Auch hier kommt die Hilfe vom Teller. Kupferhaltige Lebensmittel sind gefragt, denn das Spurenelement Kupfer beinhaltet das zur Pigmentbildung benötigte Enzym Tyrosinase. Kupfer ist unter anderem in Sesamsamen und Tahini, in (ungesüßtem) Kakaopulver, in Sonnenblumen- und Kürbiskernen, diversen Nüssen, sonnengetrockneten Tomaten und getrockneten Kräutern wie Basilikum, Majoran, Oregano, Petersilie und Thymian enthalten.




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