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10 Dinge, die wir am Herbst lieben

Den Sommer zu lieben, ist einfach. Dafür braucht niemand Gründe heranzuschleifen. Der Abschied in den Herbst dagegen fällt manchen schwer. Völlig unnötig. Denn wer Lust hat, kann es sich jetzt bis Weihnachten richtig nett machen!

10 super Gründe, den Herbst zu lieben

Halloween: Der eine Tag im Jahr, an dem eine Frau sich anzieht wie eine Schlampe und niemand kann sie dafür blöd anmachen. Diesen Satz habe ich mir von einem Comedy-Autoren ausgeliehen. Denn keine Kostümierung ist bei Frauen (egal, welchen Alters) beliebter als die sexy hexy. Oder die sexy Krankenschester. Hauptsache, der Rock ist nur unwesentlich breiter als ein Gürtel.

Was nicht bedeutet, dass Männer in der Halloween-Nacht vor Allerheiligen weniger klischeehaft auf den Totentanz-Partys auftauchen (Superhelden, Piraten, James Bond, Frau). Aber hey, was wäre das Leben ohne sinnlosen Blödsinn. Richtig: die Hölle.

Kürbisse: Schon vor den Lichterketten und lärmenden Blinke-Rentieren läutet der Kürbis das nachbarschaftliche Jahresend-Aufrüsten ein. Spätestens in der Nacht des 31. 10. 2015 sollte das geschnitzte Kunststück im Fenster oder auf der Veranda stehen. Und hinter der Tür bitteschön Süßes, sonst gibt’s Saures!

Der Kürbis-Brauch ist übrigens Jahrhunderte alt und eine zutiefst heidnische Tradition: Die Schnitz-Fratzen sollen böse Geister glauben lassen, ein Haus sei schon durch andere (freundlichere) Geister besetzt.

Und wohin mit dem Rest? Kürbissuppe (zum Beispiel asiatisch von Volker Mehl), Kürbisrisotto, Kürbiskuchen …

Duftkerzen und -Öle: Was im Frühling und Sommer die Blüten leisten, besorgt uns in den Indoor-Monaten die Auswahl an ätherischen Ölen und Duftkerzen: schöne Aromen. Je früher es dunkelt, desto eher kommen deshalb Duftlampen und luxuriöse Duftkerzen zum Einsatz (die Billig-Teile vom Steuer-Parasiten IKEA sorgen höchstens für Kopfschmerzen). Weil Aromen die ältesten Regionen unseres Gehirns ansprechen, könnt ihr je nach Bedarf sogar auf die Stimmungs-Tasten drücken. Lavendel zum Beispiel beruhigt, Zitrus-Varianten beleben und fördern die Konzentrationsfähigkeit, Ylang-Ylang, Jasmin und Zimt vertreiben Traurigkeit.

Apfelernte: Äpfel sind die letzten der Früchtemohikaner und bleiben in kühlen dunklen Lagerräumen sogar lange knackig. Kramt also schon einmal eure Lieblingsrezepte heraus für jede Menge Apfel-Leckereien. An apple a day keeps the doctor away heißt es nicht ohne Grund. Ein regelmäßiger Verzehr reinigt das Blut und die Leber, boostet das Immunsystem, fördert beim Kauen die Speichelproduktion, was gut für die Zähne ist, wirkt gegen Bluthochdruck usw. usw. Mixt sie in Säfte, schneidet euch ein paar als betthupferl auf, backt leckere Kuchen oder kombiniert sie wie die Badenser zur Karottensuppe als Apfelküchle im Teigmäntelchen: göttlich! (Die Karottensuppe könnt ihr natürlich auch vegan/vegetarisch zubereiten).

Mein Lieblingsrezept für einen „Jüdischen Apfelkuchen“ mit Öl

Zutaten:

  • 1 kg würzige Äpfel
  • 4 EL Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Bio-Zitrone (Abrieb und Saft)
  • 4 Eier
  • 250 g Zucker
  • 250 g Bio-Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver oder Natron
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Äpfel schälen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben in Zucker, Zimt, Zitronenschale und -saft wenden.
  2. Eier und den Zucker so lange schaumig schlagen, bis die Masse zitronengelb ist und Fäden zieht. Öl sorgfältig unterschlagen. Mehl und Vanillezucker dazurühren, bis eine glatte Teigmasse entstanden ist.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine Kuchenform (rund: 24 cm Durchmesser, als Blech 23,5 x 32,5 cm) ausfetten, auch an den Seiten.
  4. Die Hälfte des Teigs in die Form geben und die Hälfte der Äpfel darüber verteilen. Restlichen Teigmasse darübergeben und die verbliebenen Apfelstücke verteilen. Mit etwa 2 Esslöffeln Zucker bestreuen.
  5. Backzeit: 75 – 90 Minuten (je nach Herd). Die Äpfel sollten weich sein und der Kuchen goldbraun und aufgegangen (Check mit einem Holzstab, klebt noch Teig dran, gebt den Kuchen noch ein paar Minuten). Bräunt die obere Apfellage zu stark, deckt ihr den Kuchen mit etwas Alufolie für den Rest der Backzeit ab.
  6. Abkühlen lassen und bei Zimmertemperatur servieren.

Chai Latte: Zimt, Kardamom, Fenchelsamen, Ingwer, Sternanis – diese Gewürze gehören in das, was weltweit als Chai-Tee Trend geworden ist. Dabei bedeutet Chai in Indien „Tee“, Chai-Tee ist also „Tee-Tee – wer weltgewandt rüberkommen möchte, vermeidet diesen Lapsus besser. Bei uns landen diese Gewürze seit jeher im Weihnachtsgebäck, aber als Teegetränk (mal mit, mal ohne Zugabe von Schwarztee) lassen sie sich ohne großen Aufwand konsumieren.

Weil wir euch nicht mit allen (vorhandenen) gesundheitlichen Vorzügen dieser Würzmischungen langweilen wollen, hier mein Tipp für alle, die es praktisch mögen: Kocht in einem großen Topf klassischen Yogi-Tee mit Zucker zu einem Chai-Sirup. Das kann schon mal eine halbe bis eine Stunde dauern. Füllt den abgekühlten Sirup in eine Bügelglasflasche, die ihr kalt stellt. Wann immer ihr Lust auf einen Chai Latte habt, schäumt ihr eine Soja-, Mandel-, Reis- oder meinetwegen Kuhmilch (wer’s mag) auf und gebt sie auf eine Portion Sirup ins Glas.

So ein Chai-Sirup ist auch ein tolles Mitbringsel und Geschenk.

Kaschmir: In zwei, drei muckelige Kaschmirpullover sollte jede/r investieren. Diese Pullover haben ein einzigartiges Klima, sind nie zu schwitzig (wie Wollmischungen) oder zu kalt (wie Baumwollstrick). Sie lassen sich sehr gut selber waschen (mit Spezial-Waschmittel, ohne Schleudern; bitte niemals in die Reinigung geben!), und behalten über viele viele Jahre ihre Form. Als Plaid machen sie sich auch gut mit Alpacca-Wollen, und ich werde mir zu Weihnachten eine Kuscheldecke selber schenken. Das Leben ist zu kurz, um ohne Luxus auszukommen.

Achtung, Da es mittlerweile eine zu hohe Nachfrage an Kaschmir gibt, achtet die umsichtige Konsument auf die Bio-Siegel, die eine artgerechte Behandlung der Tiere sicherstellen sollen. Die Siegel gelten auch für Wolle, mit denen ihr eure Kaschmir-Pretiosen selber strickt.

Herbstlaub im Farbflash: Nur als kleiner Reminder. Wisst ihr schon seit euren Kindertagen. Jeder Spaziergang ist gesund. Aber keiner schöner als der durchs bunte Herbstlaub!

Adventvorbereitungen: Am Ende – nämlich am 24. Dezember – heißt es ja gern: Das ging jetzt alles wieder viel zu schnell! Und schon bricht in der Weihnachtsbastelei und -bäckerei der Stress aus. Wie wäre es denn, wenn ihr jetzt schon bei jedem Einkauf schaut: welches Bastelpapier, welche Kerzenfarben, welche Dekoelemente fehlen noch oder sollen diese Saison einen neuen Weihnachtslook kreieren?

Basteln und Dekorieren zaubern wunderbar entstresste (Familien)Momente! Vom Kalender für die Familie (Pinterest ist meine größte Inspirationsquelle) über Wand- und Lichtdekorationen oder Geschenk-Verpackungen: DIY verbindet und schafft im Gehirn Ruhe für neue Aufgaben.

Eintöpfe und Suppen: Kohl-, Rüben- und Wurzelgerichte haben nicht ohne Grund jetzt Hochsaison (und sind außerdem irrsinnig lecker). Sie wärmen von innen, liefern wichtige Nährstoffe und versorgen uns auch in den Herbst- und Wintermonaten mit ausreichend Vitaminen. Wer wüsste das besser als unsere russischen Nachbarn, von denen wir hier ein Borschtsch-Rezept geborgt haben.

Keine Sonnenstrahlen: Jetzt ist die ideale Zeit, um Haut durch kosmetische Behandlungen zu optimieren und Hautschäden wie Verfärbungen, Narben oder große Poren zu verbessern. Dafür wird die Haut in den tieferen Regionen absichtlich gereizt: Mikrodermabrasion, Laser- und andere Behandlungen etc. sorgen als Anti-Aging-Treatments für eine Neubildung der oberen Hautschichten, die für ein paar Wochen Regenerationszeit keiner Sonnenstrahlung ausgesetzt werden dürfen. Dafür sitzt man mit einem ebenmäßigen Engels-Teint unter dem Weihnachtsbaum 😉

Wer dennoch und zu Recht an die frische Luft geht: In diesen Fällen ist ein guter Sonnenschutz natürlich un-ver-zicht-bar!

 

 




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