Beach_Bikinifigur_Ginger

Hier geht’s lang zur „Bikinifigur“

Ich schiebe jetzt einmal ein paar grundsätzliche Gedanken zur Bikinifigur unters Volk. Die nämlich wird viel zu oft falsch verstanden: als Size-Zero-Diktat für junge Frauen. Falsch. Ganz falscher Ansatz.

Merkwürdigerweise scheinen in Europa vor allem wir Deutschen der Meinung zu sein, dass ab einer bestimmten Körperform oder einem Körperalter der Bikini mindestens durch einen Badeanzug ersetzt gehört. Wenn nicht gleich von einer Badeburka.

Jahrzehnte nach Durchsetzung vieler Frauenrechte drucken sogenannte Frauenmagazine jedes Frühjahr denselben Mist: Kümmert euch um Oberschenkel, Hintern und Hüften, um Taillenumfänge und Allgemeinstraffheit.

Und egal, wie studiert oder emanzipiert sich die Angesprochenen inzwischen fühlen mögen: Sie machen diesen Blödsinn mit.

Jede von uns hat Freundinnen, die stets um ihr Aussehen bangen. Ihre Persönlichkeit, die Karriere, der Gatte, die Kinder, ihre Freundschaften geben ihr nicht genug Selbstbewusstsein, um sich selbst sich zu lieben, wie sie ist, zu akzeptieren, wer sie ist und wie sie aussieht.

Und ganz ehrlich: Niemand von uns muss suchen. Fangen wir bei uns an. Ich bin weit entfernt davon, mich von all diesen Bildern der Frau zu befreien, die auch mich an mir zweifeln lassen.

Eine Frau, die sich nicht akzeptiert, kauft sich einen Badeanzug, sobald die Körpermitte nicht mehr aussieht wie bei einer trainierten Mittzwanzigerin. Sie wickelt sich am Strand vor dem Gang zum Kiosk ein Tuch um die Hüften, und die knappe Tunika reicht natürlich nicht, um ihre „hässlichen Knie“ zu verdecken, also her mit dem Maxikleid.

Dann fährt man nach Italien, Frankreich, Spanien, in klassische Outdoor-Zonen der westlichen Hemisphäre – und sieht endlich Frauen jedes Alters, jeder Größe, jeder Couleur in Shorts und schicken, farbenfrohen Fummel-Tops für den Beach – und selbstverständlich im Bikini. Eine Wohltat. Und nein, die Männer suchen da nicht verstört das Weite, sondern flirten und respektieren diese tollen Weiber.

Man würde ja denken: Es gibt doch Bikinis in allen Größen, sogar Big-Size-Größen sind dabei. Also sollten sie auch Trägerinnen finden, für die sie gemacht sind. Oder werden die Tops und Höschen aus Deutschland am Ende der Saison wieder eingesammelt und für den Ausverkauf in Europas Süden verklappt? Wohl kaum.

Ich wünsche mir deshalb den totalen Bikinisommer. Einen, der aus braven blassen überdisziplinierten deutschen Frauen, die nach dem Job und vor dem Haushalt noch ins Fitnessstudio oder auf die Power-Yoga-Matte hechten, um sich dort „in (eine ansehnliche) Form“ für die anstehende Sommersaison zu quälen, in selbtbewusste Personen verwandelt, die sind, wie sie sind. Die ein -Bäuchlein oder mehr nicht daran hindert, fröhlich zu sein.

Einen Sommer also wünsche ich mir, der diese ängstlichen und zweifelnden Frauen verwandelt. In entspannte Wesen, die ihren Picknickkorb voller Lieblingssnacks ans Meeresufer tragen, dort in ihrer höchst eigenen Bikinifigur ihren Körper unter die Sonne legen – und nichts anderes zulassen als ein bisschen mehr savoir vivre, dolce vita, siendo mujer … Ganz ohne Diät-oder-sonstige-Geisselungs-Diktate aus den sinnbefreiten Seiten ewiggestriger Frauenmagazine.

Und hier zu eurer allgemeinen Unterhaltung ein absolut wellness-unkorrektes Fundstück aus einem Facebook-Thread, das aber großartig ins Thema passt:

Kalorienzählen für Fortgeschrittene

  • Wenn Sie etwas essen und keiner sieht hin, dann hat es null Kalorien.
  • Wenn Sie Kekse essen und Cola Light dazu trinken, dann werden die Kalorien der Plätzchen von der Cola Light vernichtet.
  • Wenn Sie in Gesellschaft anderer essen, dann zählen nur die Kalorien, die Sie mehr essen als die anderen.
  • Getränke, die aus medizinischen Gründen eingenommen werden, also z. B. Rotwein, Champagner, Prosecco usw., zählen nicht.
  • Je mehr die anderen um Sie herum zunehmen, desto schlanker werden Sie selbst.
  • Knabbereien, die beim Fernsehen, im Kino oder beim Musikhören verzehrt werden, zählen nicht, da sie ja nicht der Ernährung, sondern der Unterhaltung dienen.
  • Alles, was während der Zubereitung aus Töpfen, von Messern und Löffeln abgeleckt wird, enthält keine Kalorien, weil es ja Bestandteil des Kochvorgangs ist.
  • Lebensmittel mit der gleichen Farbe haben auch den gleichen Kaloriengehalt, also z. B. Tomaten und Kirschmarmelade, Wiesenchampignons und weiße Schokolade.
  • Speisen, die tiefgekühlt waren, enthalten keine Kalorien mehr, da diese eingefroren und dadurch unwirksam sind.
  • Gebäck und Süßigkeiten enthalten keine Kalorien mehr, wenn sie einige Zeit in der Nähe von brennenden Kerzen aufbewahrt werden und so die Kalorien durch den Infrarotanteil des Kerzenlichts zerstört werden.
  • Nach fettreichen Speisen empfiehlt sich der Besuch einer Sauna, weil bei Temperaturen ab 88 Grad Celsius alle eingenommenen Kalorien ausgeschwitzt werden.

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