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So wascht ihr Wäsche sauber – und umweltfreundlich

Frisch gewaschene, duftende Wäsche im Schrank, die nur darauf wartet, angezogen zu werden: Wir lieben es. Und wir möchten, dass unsere Wäsche in der Maschine so sauber wie möglich wird. Aber sind 60 oder sogar 90 Grad wirklich immer nötig?

Der Umwelt zuliebe waschen wir lieber bei niedrigeren Waschtemperaturen. Das spart Energie und Wasser. Aber wird die Wäsche dann überhaupt richtig sauber? Und was ist mit zarten Teilen, die sowieso nur niedrigere Temperaturen vertragen? Welches Waschmittel – fast jedes belastet die Umwelt – ist für welchen Waschgang das passende? Wie können wir umweltfreundlich und trotzdem sauber waschen? Wir haben für euch ein paar Antworten auf viele dieser Fragen.

Feines und Dessous – werden die bei 30 Grad überhaupt sauber?

Feine Materialien sind oft hochwertig und halten länger, wenn ihr sie richtig behandelt. Außerdem fühlen wir uns in schönen Dessous wohler – laut einem Porträt der Reizwäsche-Queen Beate Uhse auf dem Portal Gutscheinsammler soll euch schöne Unterwäsche sogar zu einem selbstbewussteren Auftreten verhelfen. Doch wie wascht ihr diese Preziosen richtig?

Der erste Blick gilt hier natürlich dem Etikett. Oft vertragen Spitzenunterwäsche und Seidendessous keine heißen Waschgänge – aber das müssen sie auch nicht. Denn moderne Waschmittel reinigen heutzutage auch bei niedrigen Temperaturen (unter 60 Grad) in die Tiefe, berichtet Bernd Gassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel.

Gassl zufolge mache das Waschen bei 90 Grad eigentlich nur noch Sinn, wenn eure Wäsche nach dem Auskurieren einer exotischen Krankheit gereinigt werden muss. Dennoch empfiehlt er mit passender Wäsche (Handtücher, Bettzeug, Waschlappen etc.) einmal im Monat einen 60-Grad-Waschgang, um Bakterien, die sich in der Waschmaschine ansammeln könnten, zu vernichten.

Folgt also bei Unterwäsche und feinen Materialien ruhig den Anweisungen auf dem Etikett (sehr feine Spitzenunterwäsche lebt demnach wirklich länger, wenn ihr sie mit der Hand wascht) und wählt für normale Buntwäsche 30 Grad, um die Umwelt zu schonen. Übrigens sparen Kurzwaschprogramme keine Energie, denn das schnelle Erhitzen des Wassers braucht viel Energie und Wasser. Im Gegenteil, je länger der Waschvorgang dauert, desto mehr Energie spart die Maschine, schreibt die Frauenzeitschrift “Brigitte”. Außerdem verstopfen kalte und kurze Waschgänge mittelfristig die Ableitungen von Waschmaschinen – der Effekt: Das Abpumpen wird schwieriger, es drohen ein Ausfall und der teure Besuch eines Technikers.

Umweltfreundliche Waschmittel: Was kann die Waschnuss?

Jeder Waschgang ist zugleich eine Aufforderung, am Waschmittel zu sparen. Befolgt da gern die Dosierungsanweisungen, um das Abwasser nicht mehr zu belasten als nötig. Vor allem aber: Vermeidet möglichst Weichspüler, laut Umweltbundesamt schaden die enthaltenen Duftstoffe und unregulierten organischen Inhaltsstoffe der Natur. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, solle den Einsatz wenigstens so weit wie möglich reduzieren und die Dosierung so gering wie möglich halten.

Eine bessere Alternative, sowohl zu Waschmittel als auch zu Weichspüler, sind Waschnüsse. Waschnüsse stammen aus Indien, Pakistan und Nepal und enthalten Saponin (Link zu Wikipedia). Sie wirken wie Seife und werden immer häufiger als Ersatz für Waschmittel und Weichspüler verwendet. Sie sollen Fasern schonen, Farben erhalten und sanfter zur Haut sein. Waschnüsse findet ihr inzwischen sogar in Form eines Flüssigwaschmittels. Marcus Gast vom Umweltbundesamt bestätigt, dass Waschnüsse eure Wäsche durchaus sauber schaffen, sie allerdings vielleicht nicht immer so aufhellt wie konventionelles Waschmittel. Vielleicht macht ihr selbst einen Versuch, um euch ein eigenes Bild zu machen.

Ein Trockner? Muss wirklich nicht sein.

Gerade im Winter kann es sein, dass die Wäsche langsamer trocknet, als ihr sie braucht. Aber muss deswegen gleich ein Strom fressender Trockner angeschafft werden? Nein. Hängt Wäsche lieber luftig auf dem Wäscheständer auf, so trocknet sie schneller. Noch besser: Dreht sie nach einiger Zeit um, damit sie gleichmäßiger trocknet. Auch das spart Zeit.

Und Lieblingsstücke, die sofort wieder angezogen werden wollen, hängt ihr eben mal „zwischen“ vor die Heizkörper in warmen Zimmern. So nutzt ihr die für das Heizen benötigte Energie gleich doppelt!

Im Sommer braucht ihr sowieso keinen Trockner, da ist die ideale Besetzung der Trockenständer vor der Tür. Luft und Sonne erledigen den Job dann im Handumdrehen. Und hinterlassen eine Frische, die kein Trockner je so hinbekommen würde.

So viel zu unserem Schnelldurchlauf richtig Waschen: Normale Wäsche wird bei 30 Grad und feine Wäsche auch bei niedrigeren Temperaturen sauber, der Einsatz von Waschsubstanzen sollte sparsam sein oder Alternativen haben, die umweltfreundlicher sind. Und achtet ihr dann noch drauf, die Waschgänge vor 20 Uhr zu erledigen, dürfte es auch weiterhin mit den freundlichen Nachbarn klappen.

Gebt uns gern Feedback, wie ihr es mit dem umweltfreundlichen Waschen haltet – ihr habt doch garantiert den einen und anderen super Wasch-Tipp für unsere Ginger-Community.

 


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