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Refresh youself – mit Massagen am Abend

Wenn Teenager-Mädchen heute die Sache mit der Emanzipation nicht richtig verstanden haben, könnte das eine halbdirekte Verbindung zu Massagen haben. Klingt gaga. Also versuche ich das mal in den nächsten Leseminuten aufzudröseln. Beides hat auf sehr eigene Weise mit der grundsätzlichen Frage zu tun: Kommt irgendjemand mit mehr Recht auf Anspruchserfüllung auf die Welt als andere? Meine Antwort vorweg: Nö. Entweder dürfen alle dieselben Ansprüche stellen – oder keiner darf von niemandem erwarten, etwas (mehr) zu bekommen.

Trotzdem scheint es unter den Mädels von heute selbstverständlich zu sein, dass Jungs für sie den Finanz-Max spielen. Sie ausführen – und die Rechnung übernehmen. Ihnen schöne Geschenke machen – einfach so. Jede Cola zahlen, jedes Eis, einfach alles. Vom Taschengeld, von den schlecht bezahlten Schülerjobs … Ich frage mich und meinen 18-jährigen Sohn ja häufiger, warum er noch keine Freundin hat. Seine einleuchtendste Antwort unter einigen anderen: Er kann sich keine leisten!

Wie schräg ist das denn? Da kämpfen Frauen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung – und nun höhlt eine gierige, materialistische Generation verwöhnter Helikopter-Gören die kargen Errungenschaften der Emanzipation aus. Sie lassen sich aushalten, shoppen bei Victoria’s Secret sexy Dessous für ein Frauchenbild aus der Pinup-Ecke von 1960 – wollen aber garantiert demnächst doll Karriere machen und am besten noch von der Frauenquote profitieren. Da passt einiges nicht zusammen.

Sei deine BFF – und behandle Dich gut

Anyway. Nach diesen durchaus besorgniserregenden Nachrichten nun wie angekündigt der Schwenk zur Massage. Denn zu einer Einsicht (der gar Erkenntnis??) werden besagte Mädels eines Tages bestimmt kommen: Um ihre Verwöhn-Momente – und der Bedarf daran wird mit zunehmender Arbeitslast steigen, kann ich den jungen Damen prophezeien – müssen wir Frauen uns im Zweifelsfall auch eher selber kümmern, statt sie an Beziehungs-Dienstleister delegieren zu können. Schatz, massier‘ mir die Füße? In der Regel bleibt das ein lustiger Traum. Nur selten realisiert sie sich, dann oft als Vorspiel unter Fußfetischisten.

Selbst also muss die Frau sein und sich die Füße, unsere unfassbar komplexen Freunde der aufrechten Haltung, selber massieren. Denn geht es den Füßen nicht gut – weil sie eigezwängt ins enge Fußwerk leblos dahinvegetieren –, geht es auch den mit ihnen verbundenen Kniegelenken, Hüften, Rücken, Schultern und sogar dem verspannten Kopf nicht gut. Das auszuführen, sprengt hier den Rahmen, aber jede/r, die schon einmal intensiver Yogastunden besucht hat, dürfte wissen, wovon ich schreibe.

Achtsam ausgeführtes Yoga und Fußmassagen sind eine perfekte Wohlfühl-Kombi. Weshalb ich (neben meinem Gatten lümmelnd, der damit nichts zu tun hat) allabendlich meine Füße mit Lieblingscremes verwöhne. Oder besser: einer Lieblingscreme, zum Beispiel der Handcreme von Dr. Hauschka. Direkt neben meinem Sofa stapeln sich inzwischen diverse Varianten – und auch zu Weihnachten werde ich mir wieder welche wünschen. Zum Beispiel wäre eine von Aesop, der Biokosmetik aus Australien. Und weil es thematisch so gut passt, rate ich zu einem der aktuellen Pflege-Sets, die mit philosophischen und Verhaltens-Experimenten aus den Sechzigern und Siebzigern verknüpft wurden. Mein Favorit: SWAY. Lest den Text auf der Aesop-Website, dann versteht ihr es 😉

Und wer jetzt darüber ein bisschen meditieren möchte, kann das noch besser mit einem entspannenden Anleitungsvideo – ich wünsche schöne Füße, innere Ruhe und eine insgesamt aufrechte Haltung.


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