Pukka_Rose

From Bristol with Love

Noch vor 15 Jahren schlug sich Sebastian Pole okay, aber leidlich durchs Leben. Wallstreet-hafte Karriere-Höhenflüge sind unter Ayurveda-Experten, Yogalehrern und Kräuterkundlern, wie er einer ist, ja eher selten. Denn Wissen allein zahlt nur einen kleinen Betrag ein in die Erfolgsbilanz. Timing, etwas Glück und viel Leidenschaft sind absolut gleichwertige Faktoren. Weshalb sich Pole heute zu den sehr wohlhabenden Menschen seiner Heimat Bristol zählen kann.

Denn diese besondere Erfolgs-Alchemie ergab sich für Pole, als er über eine Zeitungsannonce Tim Westwell fand. Poles heutiger Geschäftspartner war auf der Suche nach einem Sinn stiftenden Unternehmen, in dessen Dienste er seine Kenntnisse stellen wollte. So riefen der Kaufmann und der Kräuterkundler 2002 gemeinsam die Bio-Teemarke Pukka ins Leben.

Mit einem läppischen Startkapital von 2 x 2000 Britischen Pfund, abgehoben von ihren jeweiligen Girokonten, starteten sie ihre Produktion natürlicher und geschmacklich aufregender Teemischungen, die gleichzeitig entspannend, erfrischend und belebend wirken sollten.

Die ersten Zahlen waren bescheiden. In Jahr 1 erwirtschafteten sie einen Umsatz von gerade einmal 28.000 Pfund. Da sollte sich ändern, denn die Zeichen der Zeit standen auf „Grün“, „Nachhaltig“, „Bio“ und LOHAS-Lifestyle. Und in 2012, zehn Jahre nach der Gründung, lag die Umsatzmeldung bereits bei unglaublichen 9 Millionen Pfund. Irgendwann auf dieser steilen Reise hatten Kräuter-Heilmittel und Nahrungsergänzungen das Sortiment bereichert.

Pukka_Teepflücker

Ayurveda, die Schwesterwissenschaft zum Yoga, war und ist die Basis dieser Erfolgsgeschichte. Die Ernährungs- und Gesundheitskunde war ein idealer Ausgangspunkt für das grüne Tee-Unternehmen. „Ich kann mir nur diese Art von Unternehmensphilosophie vorstellen,’ sagt Sebastian Pole, 45, dessen Inspiration zu seinem heutigen Unternehmen aus seinen Indienaufenthalten resultierte: „Der Mensch ist eine konkrete Belastung der Umwelt – aber immer mehr Konsumenten treffen intelligentere Entscheidungen darüber, welche Produkte und aus welchen Quellen sie kaufen.“

Was erwartet uns Teetrinker, wenn wir zu Pukkas neuen, spannenden Kräutermischungs-Zugängen im Bio-Regal greifen? Zum einen natürlich die angenehm subtilen Wirkungen der ayurvedisch inspirierten Zusammensetzungen. Zum anderen aber auch interessante Aromen; jetzt im Herbst zum Beispiel stehen wir total auf die wärmenden und beruhigenden Varianten „Wildapfel & Zimt“ sowie „Sternanis & Süßer Zimt“. Ach, da sind so viele, die wir lieben …

Und die Verpackungen! Definitiv zu schön für die Papiertonne. Wir legen euch die Verwendung leer getrunkener Schachteln als Bastelpappen ans Herz – unsere Adventskalender zum Beispiel bekommen dieses Jahr alle einen DIY-Stempel.

Das britische Unternehmen dürfte das freuen, denn dass hier Nachhaltigkeit groß geschreiben wird, hat sich mit der Expansion nicht geändert. Weshalb auch die Produktionsbedingungen zum Erfolg beitragen: „Je weniger Abfall wir generieren, desto effizienter arbeiten wir – und das schlägt sich ebenfalls im Gewinn nieder.“ Der Schutz seltener Teearten und Wildkräuter-Anbau ist ebenfalls Teil der ganzheitlich ausgerichteten Firmenphilosophie.

„Pukka“ ist Hindi und steht für „wahr, authentisch, rein“. Diese Idee verbietet entsprechend den Einsatz von Chemie und Pestiziden und sorgte für Verpackungsmaterialien aus nachhaltig angebautem Holz sowie pflanzlichen Farben für die Aufdrucke.

Pukka_Frauenzauber

„Wir testen jede einzelne Kräuterlieferung, die für unsere Tees bestimmt ist. Obwohl wir zu 100 Prozent Bioanbau betreiben, testen wir diese Lieferungen auf über 600 mögliche Verunreinigungen, also Pestizide oder Dünger und andere. Da Pukka tief in der Kräutermedizin verwurzelt ist, prüfen wir alle relevanten Bestandteile unserer Teemischungen außerdem auf Aktivstoffe, also den Gehalt und die Qualität ihrer ätherischen Öle und Polyphenole. So können wir sicherstellen, die höchsten Arzneimittelstandards zu erfüllen.“

Pukka_Gründer

„Organic“ – also organisch – verläuft auch das Firmenwachstum: Man verkauft zwar in mittlerweile 40 Länder, aber als Sortiment, das die beiden Partner vorerst gar nicht erweitern möchten. „All unsere Produkte passen gut zusammen, und für die Zukunft werden wir uns sehr gern weiterhin darauf konzentrieren.“


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