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Simplify: In 9 Schritten zu mehr Freiheit

Weniger ist plötzlich mehr: Die Trennung vom Zuviel, von Dingen, die uns der Konsumterror aufgedrängt hat, die unsere Schränke, Keller, Dachböden verstopfen – sie liegt im Trend. Menschen sagen bye, bye zum andauernden „buy me“, verschenken und verkaufen, lassen los, ob Hab und Gut oder Angewohnheiten und Lebensstil. Häufig passiert das als Antwort auf das Gefühl, nicht mehr frei atmen zu können.

Diese Menschen vereinfachen ihr Leben, indem sie aufräumen, entsorgen, entrümpeln. Dieser Schritt wirkt nicht nur befreiend, er verschafft auch ungemein viel Zeit. Klingt also per se attraktiv. Trotzdem will nicht gleich jeder alles verschenken und in einer 25-qm-Wohnung ein neues Leben beginnen.

Denn auch mit weniger Drastik lässt sich schon mehr Spiel-Raum ins Leben zaubern.

  1. Ausmisten!

Ob Klamotten, Keller, Küche oder das Badregal – alles muss raus. Und ja: Werft die angefangenen Packungen Hotel-Shampoo oder Duft-Pröbchen gleich mit in die Tonne. Nein – ihr werdet sie nicht vermissen. Das Entsorgen passiert nicht, um Platz für Neues zu schaffen. Sondern um Platz zu schaffen!

Wir haben so viele Dinge, die ein sinnloses Dasein in Schubladen und Schränken fristen, ungetragen, unbenutzt, vergessen. Gebt ihnen ein neues Leben, verschenkt, verkauft oder spendet sie. Werdet Minimalisten.

Ein praktischer Tipp, damit der Simplify-Plan gelingt und nicht in neuen Stress ausartet: Nehmt euch ein Zimmer pro Woche vor. Wer sich schlecht von Dingen lösen kann, fragt eine Freundin oder einen Freund, der damit weniger Probleme hat. Das ist extrem hilfreich!

  1. Eins nach dem anderen

Single-Tasking statt Multitasking. Oder auf Deutsch: Hört auf, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Konzentriert euch lieber ganz auf eine Sache. So werdet ihr nicht nur schneller fertig, sondern erinnert euch auch an alles, was ihr bereits abgearbeitet habt.

  1. Qualität statt Quantität

Das nächste Mal, wenn euch etwas in den Boutiquen-Schaufenstern verführen will, fragt euch ehrlich: Brauche ich das wirklich? Macht es mein Leben besser, einfacher? Habe ich dasselbe nicht schon, nur in einer leicht anderen Farbe? Und vor allem: Soll dieser Kauf irgend etwas kompensieren oder belohnen? Und falls ja: Könntet ihr das nicht auch mit anderen Mitteln, aber nachhaltiger –zum Beispiel mit einer schönen Yogastunde, einer Massage oder einem Verwöhnritual zuhause im Badezimmer?

  1. Digital Detox

Verzichtet einmal ein ganzes Wochenende auf Handy, Notebook und Co. Hört sich einfach an, ist aber verdammt schwer. Ihr werdet merken, dass dieser Samstag und dieser Sonntag viel länger, intensiver und vor allem entspannter zu sein scheinen.

Gewöhnt euch außerdem an, bei Verabredungen oder Partys das Handy in der Tasche zu lassen. Der ständige Social-Media-Check ist nicht nur verdammt unhöflich. Er holt euch auch immer wieder aus dem Augenblick, sodass ihr gar nicht wirklich präsent seid.

Kleiner Tipp: Bei Dinner-Dates mit Freunden legen alle ihr Smartphone auf einen Stapel. Wer als erstes nach seinem greift, zahlt die Rechnung.

  1. Ordnung ist das halbe Leben

Räumt euren Arbeitsplatz auf – und zwar nicht nur den wirklichen Schreibtisch, auch den Desktop und eure Dokumente. Überlegt euch eine sinnvolle Struktur für die Ordner. Dann findet ihr zukünftig Bilder, Texte oder Präsentationen schnell wieder.

  1. Weg mit den Zeiträubern

Zwei Beispiele für tägliche Zeitverschwendung: Der Fernseher ist immer noch Zeiträuber Nummer 1 in Deutschland. Im Schnitt verbringen wir 218 Minuten pro Tag vor dem TV – das sind mehr als 3,5 Stunden! Pro Woche verschenkt der Deutsche also mehr als einen kompletten Tag Lebenszeit vor der Glotze.

Stunden, die man sinnvoller nutzen könnte. Zum Beispiel mit Freunden und Familie oder einem interessanten Buch (das ihr euch ja auch ausleihen könnt). Oder mal das gepflegte Nichtstun ausprobieren? Langeweile ist eine aussterbende Spezies – sobald gerade nichts zu passieren scheint, greifen wir nach etwas, das uns ablenkt. Dabei ist Langeweile sinnvoll und gesund: Die Muße fördert Kreativität und Regeneration.

Und der andere Räuber: Unentschlossenheit. Sagt bei Verabredungen statt „vielleicht“ oder „ich schau mal“ doch gleich „Ja“ sagt oder „Nein“. Und dann haltet eure Verabredungen ein. Oder sagt ehrlich ab, wenn es aus wichtigen Gründen eben nicht passt. Aber das ständige Offenhalten und Hinauszögern einer so simplen Entscheidung frisst nicht nur eure, sondern auch die wertvolle Lebenszeit eurer Verabredung.

  1. Vermeidet den Verkehrsinfarkt

Wann immer es euch möglich ist, geht viele Strecken zu Fuß oder nehmt das Rad. Vor allem der Weg zur Arbeit kann eure Freiluft-Fitness-Zeit werden. Ihr vermeidet Stau und Ärger und seid dazu noch wach und fitter im Büro.

  1. Einkauf mit Umsicht

Kauft nur so viele Lebensmittel, wie ihr in den nächsten drei Tagen wirklich verbraucht. Wir schleppen häufig Lebensmittel-Mengen aus den Supermärkten, die es nie bis zum Kochtopf schaffen. Die Folge: Regale und Kühlschränke platzen aus allen Nähten – und viel dramatischer: Wir kaufen Lebensmittel für die Mülltonne ein. Rund 7 Millionen Tonnen Lebensmittel wandern jährlich aus deutschen Privathaushalten direkt in den Müll. Muss echt nicht sein. Wer seinen Einkaufswagen mit Plan und Maß zur Kasse schiebt, muss sich später nicht vorwerfen, Nahrung verschwendet zu haben.

  1. Wünsch dir was

Jeder hat Wünsche, die er sich gerne erfüllen würde. Unser Tipp: Kauft sie nicht sofort. Schreibt sie auf die Wunschliste zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Das erspart euch ungeliebte Geschenke, die als neue Staubfänger irgendwo in den gerade erst entschlackten Regalen und Schubladen landen. Und euren Lieben schenkt ihr wertvolle Lebenszeit: Sie müssen nach dem haargenau richtigen Geschenk nicht erst lange suchen.


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