Coconut_Morgenyoga_Doris

Kokosnuss zum (Yoga-) Frühstück: Eine Liebeserklärung

Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte ich mir bei bestimmten Gesprächen am liebsten beide Ohren fest festzugestopft, die Augen unhöflich-unyogisch verdreht und gedanklich direkt abgeschaltet.

Immer dann nämlich, wenn andere mir mal wieder was von den Wundern vorschwärmten, die eine saftige frühmorgendliche Yogapraxis so bewirken könne – dann war mir das sowas von hupe. Und vor allem war es: ganz weit weg von mir und meiner Tagesplangestaltung.

„Achtsam den Tag beginnen ist so wichtig. Denk‘ doch nur an die energetischen Ströme und überleg‘ dir mal, wie Herzöffner und gescheite Intentionen dem noch jungfräulichen Tag eine völlig neue Dimension geben können.“

Guck an. Dachte ich dann bisher immer so. Ganz toll. Und: Mach’ Du mal.

Nichts gegen Achtsamkeit, Affirmationen und bewusste Atmung. Dass wir uns da nicht falsch verstehen. Ich liebe Yoga. Am allerbesten jeden Tag. Möchte es nicht mehr missen, denn das Praktizieren hat so unfassbar viel bei mir zum Guten verändert. Ganz lange Liste, diese zuckersüßen Vorzüge von Yoga.

Aber! Dafür mein hochgemütliches Bett früher als nötig verlassen? Was bei mir irgendwas zwischen 5 und 6 Uhr im Morgengrauen bedeutet? Hahaha.

Um es abzukürzen: Aus vielerlei Gründen, und bestimmt auch den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet und weil man sich eben nur weiterentwickelt, wenn man Komfortzonen verlässt und Vorurteile beherzt von der Bettkante und aus dem Leben schubst, falle ich seit einiger Zeit jetzt regelmäßig gegen 5 Uhr morgens direktemang auf meine Yogamatte.

Und was soll ich euch sagen? Ich finde es einfach nur wunderbar!

Genau wie die Erkenntnis (die zugegeben ein alter Hut ist), wie befreiend und wohltuend es sich anfühlt, das bisherige Tun mal wieder in Frage zu stellen. Ansichten zu überprüfen und muffige Glaubenssätze ordentlich durchzulüften. Oder gleich ganz zu entsorgen.

Zuerst bekamen meine neu erwachten, zarten Liebesgefühle aber einen kleinen Dämpfer.

Da man doch vor dem Yoga mindestens 2 Stunden auf größere Mahlzeiten verzichten soll, ich mich und meinen Körper aber gerne mit einer dynamisch-kraftvollen Praxis herausfordere, kam ich beim intensiven Vinyasa-Flow mit einem Gläschen Ingwer-Zitronen- Wasser ziemlich schnell an meine körperlichen Grenzen. Und mir persönlich macht Yoga auf wackligen Beinen und mit saftlosen Pudding-Ärmchen nicht soooo viel Spaß.

Nein, ein Stück Banane vorher hat es nicht wirklich gebracht. Und egal wie köstlich: selbstgemachte Müsliriegel und Power-Balls bekomme ich vor Sonnenaufgang nicht runter.

Meine Lösung lautet: eine frische Kokosnuss.

Neuerdings schnappe ich mir frühmorgens als erstes meine Machete (na gut, ein großes Messer) und köpfe mit Schmackes eine junge, grüne Kokosnuss. Das ist schon mal ein kleiner Spaß für sich.

Strohhalm rein – und fertig. Kokoswasser strotzt nur so vor Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen. Es ist nahezu fettfrei und schmeckt so köstlich, dass vergangene Asienaufenthalte vor dem geistigen Auge erscheinen und man meint, Affen kreischen zu hören und warmen Sand zwischen den Zehen zu spüren.

Seit dieser Entdeckung gehe ich mit einer Energie durch meine stimulierende Yogapraxis, die ich mir zu dieser Tageszeit vorher nie und nimmer zugetraut hätte.

In Berlin kaufe ich Kokosnüsse am liebsten im asiatischen Supermarkt. Am leckersten mag ich sie gekühlt, deshalb liegen sie über Nacht im Eisschrank.

Jetzt bin ich neugierig: Was esst oder trinkt ihr vor eurer frühmorgendlichen Yogapraxis?

 


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