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Ginger liest: Volker Mehl „Ayurveda geht überall“

„Ayurvedische Ernährung – hört sich toll an, aber ist das nicht irre aufwändig? Und indisch kann ich eh nicht immer essen. Ist dann wohl nichts für mich.“ Diese Sätze höre ich häufig. Und habe nun ENDLICH ein schönes Buch gefunden für den Nachweis, dass Ayurveda nicht zwangsläufig etwas mit indischem Essen und exotischen Gewürzen zu tun hat.

Was ayurvedische Ernährung statt dessen alles sein kann, hat der sehr erfolgreiche Buchautor Volker Mehl in seinem neuen, liebevoll gestalteten Werk „Ayurveda geht überall“ festgehalten.

Im Prinzip könne man jedes Gericht nach ayurvedischen Gesichtspunkten zubereiten, beweist der Ayurvedakoch, Yogalehrer und Gesundheitsberater aus Wuppertal. Denn er stellt richtig, dass „schon unsere Großeltern ayurvedisch gekocht haben. Sie haben es nur nicht so genannt.“

Volker-Mehl-C-Uwe-Schinkel

Mehl nimmt seine Leser mit auf eine kulinarische Reise quer durch Deutschland: von Norddeutschland über Berlin und das Bergische Land bis Hessen und München. Und verrät einmal quer durchs Land, das er im Camping-Bulli über 3 Monate durch 25 Orte und 3000 km weit durchreist hat, wo überall „Ayurveda“im Alltag verborgen ist.

Ayurveda ist so viel mehr als nur Kochen und Massagen

Das Besondere seines Buches: Während er natürlich auch indische Gerichte wie Mung Dal aufzeigt, widmet er sich aber vor allem klassischen deutschen Spezialitäten: Kartoffeln mit Quark, Fischbrötchen oder Handkäs-Linsen-Salat, interpretiert nach ayurvedischen Gesichtspunkten.

„Ich versuche bei meinen Rezepten die Idee von Ayurveda zu vermitteln, aber gleichzeitig den Charakter des Gerichts zu erhalten“, sagt der „Popstar der Ayurveda-Küche“, wie ihn das Frauenmagazin „Glamour“ bezeichnet hat.

Eine kurze Übersicht über klassische ayurvedische Gewürze, ihre Wirkung und Verwendung wie Ashwagandha, Shatavari oder Kapikacchu findet das Lesepublikum genauso wie Erläuterungen zu typischen deutschen Kräutern in der ayurvedischen Küche, etwa Anis, Fenchel, Minze oder Rosmarin.

Doch Volker Mehl hat nicht nur ein neues Kochbuch vorgelegt. „Ayurveda geht überall“ ist ein „Road-Koch-Movie“, in dem Mehl seine Begegnungen mit interessanten Menschen teilt, ihre Art zu leben und ihre Einstellung zu Ayurveda.

Er verschafft Ayurveda-Neulingen zum Einstieg einen Überblick über die drei Haupt-Doshas Vata, Pitta und Kapha und spickt sein kunterbuntes Werk außerdem mit zahlreichen, hilfreichen Tipps, zum Beispiel zur ayurvedischen Tagesroutine oder wie jeder sein Agni (sein Verdauungsfeuer) stärken kann. Wie man seine „Erdung“ findet, den Stoffwechsel entlastet und den Körper reinigt.

Und das ist längst nicht alles. Aus meiner Erfahrung verbinden viele Menschen Ayurveda vor allem mit Ernährung und wohltuenden Massagen. Dabei bietet das Gesundheitssystem weitaus mehr. Volker Mehl wirft Seitenblicke auf diese weiteren Aspekte, darunter Astrologie oder die Architektur/Ordnungslehre. All das macht Lust, mehr erfahren zu wollen.

„Ayurveda geht überall“ ist ein wirklich tolles Buch, das einen umfassenden Blick auf die Jahrtausende alte Gesundheitslehre verschafft und sowohl für Ayurveda-Frischlinge als auch für alte Hasen spannende Lektüre bietet.

Wer Volker Mehl persönlich begegnen möchte, hat im November und Dezember einige Gelegenheiten! Am 24. 11. hält er in Hamburg im Gemeindesaal Heimhude (Heimhuder Str. 34 a, 20148 Hamburg) mit Stefanie Reeb einen Doppelvortrag zum Thema „Wellcuisine und Ayurveda“. Und am 5. Dezember nimmt, wer auf den Geschmack gekommen ist, gleich am Kochworkshop mit Volker Mehl teil: Im Phönixhof in Hamburg Altona von 10 bis 17 Uhr.

Weitere Termine findet ihr hier.

Volker Mehl, „Ayurveda geht überall“, Paperback, Knaur Balance, 208 S., ISBN 978-3-426-67503-8, 18 €


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