Suppe_Histaminintoleranz_Ginger

Erste-Hilfe-Suppe bei Histaminintoleranz

Anti-Histaminika – die könnt ihr bei Histaminintoleranz entweder aus der Apotheke einnehmen, oder ihr esst, was bei einem Zuviel an aufgenommenem Histamin ganz natürlich gegen die Symptome wirkt. Eine Suppe (alternativ: ein Smoothie) aus ganz natürlichen Histamin-Helfern!

Aus dem neuen EBuch von Nora Hodeige, einer unserer Gast-Autorinnen für alle, die mit Histaminintoleranz kämpfen, stellen wir ein sehr hilfreiches Erste-Hilfe-Rezept vor. Es stammt aus dem 6. Kapitel – und ich habe mir erlaubt, es für diesen Blog-Beitrag deutlich zu kürzen (alles, was zur Darmgesundheit dazu im Buch steht, müsstet ihr dort nachlesen) , ein paar Fehler ausgemerzt und es behutsam umstrukturiert, um euch ein schnelleres Leseerlebnis zu ermöglichen.

Solltet ihr mehr wissen wollen über diese gar nicht so seltene Nahrungsmittel-Intoleranz, ihre vielen negativen Auswirkungen und die Möglichkeiten, trotzdem recht unbeschwert genießen zu können: Wir verlosen im Juli 2016 2 Exemplare dieses Buchs auf unserer Facebook-Seite!

Aber nun zu dem versprochenen Buch-Auszug und Noras Soforthilfe-Suppe!

„In diesem Kapitel möchte ich dir gerne natürliche Hilfe bei Histaminintoleranz aufzeigen. Eine tägliche Einnahme von Antihistaminika ist leider zu manchen Zeiten notwendig, aber es schädigt auf Dauer deinen Körper sehr. Die hier vorgestellten natürlichen Antihistamin-Wunderwaffen sind zum einen supertolle Gemüse- und Obstsorten, die mit allen guten Dingen vollgepackt sind und zum anderen ein paar Nahrungsergänzungsmittel, die du im besten Fall nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen solltest. Schon gar nicht länger als 6 Wochen, denn auch ein Zuviel an „Gutem“ kann schlecht sein.

Manchmal bin ich ganz schön fasziniert, was Lebensmittel so alles können. Im Guten wie auch im Schlechten, möchte ich sagen. Daher gibt es heute von mir ein Suppen-Rezept mit Variationsmöglichkeiten, das, wie ich finde, ganz wunderbare Eigenschaften in sich vereint und sowohl die Mastzellen beruhigen als auch auf ganz natürliche Weise das Histamin eindämmen bzw. umwandeln kann.

WICHTIG ZU BEGINN

Die Zutaten sind nach bestem Wissen und Gewissen ausgesucht. Wenn du dir bei einer Zutat unsicher bist, dann lass sie bitte lieber weg oder frage vorher deinen Arzt. Du solltest dich nur sehr vorsichtig an neue Obst- und/ oder Gemüsesorte herantasten.

DIE ZUTATEN UND IHRE POSITIVEN EIGENSCHAFTEN

  • Rote Beete: wirkt als natürliches Antihistaminikum und reduziert Entzündungen, wirkt außerdem wunderbar entgiftend
  • Karotten: natürliches Antihistaminikum
  • Apfel: für den süßen Kick, reich an natürlichem Quercetin, welches histaminsenkend wirkt
  • Fenchel: kann den Histaminspiegel senken helfen
  • Brokkoli: Gemüsekohl-Sorten jeder Art haben eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf den Darmtrakt
  • Kurkuma: eines der besten anti-entzündlichen Gewürze, die es gibt
  • Ingwer: am besten frisch, wirkt gegen Entzündungen, super für den Kreislauf und den Stoffwechsel
  • Petersilile: reinigt das Blut und wirkt antibakteriell (vor allem im Mund)
  • Schnittlauch: reich an Quercetin und Flavonoiden (Pflanzenstoffen, die eine antioxidative Wirkung haben
  • Süßkartoffeln: reich an natürlichem Vitamin B6, einem natürlichen Anti-Histaminikum
  • Koriander und Basilikum: heilende Wirkung bei Darmentzündungen und kann Schwermetalle ausleiten
  • Liebstöckl: ebenfalls reich an natürlichem Quercetin

DAS REZEPT

Gewünschtes Gemüse klein schneiden und das harte (Wurzel-)Gemüse am besten kurz andünsten.

Gemüse in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, Instant-Gemüsebrühe (unbedingt BIO!) nach Packungsanweisung dazu geben und schön köcheln lassen.

Bitte unbedingt verschiedene Garzeiten beachten! Karotten, Rote Beete, Sellerie brauchen sehr viel länger als bspw. Brokkoli oder Kräuter, diese sowieso erst ganz zum Schluss darüber streuen.

Gerne kann die Suppe je nach Gusto mit Rindfleisch (Kochfleisch von Anfang an dazu geben) oder Nudeln (etc.) angereichert werden.

DIE SUPPE ALS SMOOTHIE

Grüne Smoothies sind nicht für jeden geeignet, eigentlich sogar für die wenigsten. Menschen mit Leaky Gut oder einer anderen Darmerkrankung (Darmschleimhautentzündung etc.) sollten mit rohem Gemüse und/oder Obst vorsichtig sein. Nur wer eine ausgezeichnete Verdauung hat, kann rohes Gemüse/Obst auch richtig verdauen, für alle anderen führt diese Form der Ernährung eher zu noch mehr Problemen.

Allerdings können die genannten Zutaten ausnahmsweise und dann wirklich gut in einem grünen Smoothie verwendet werden. Dies ist besonders praktisch, wenn man unterwegs ist und gerade keine Suppe kochen kann. Durch die enorme Zerkleinerung der Zutaten können die guten Pflanzenstoffe sehr schnell aufgenommen werden und zu einer Linderung führen.

Das Wichtigste beim Smoothie ist aber: Du musst den Saft kauen! Nur durchs Kaufen wird die Verdauung angeregt. Also, langsam trinken, fleißig kauen und vorsichtig genießen. Und auf keinen Fall morgens auf nüchternen Magen – deine Verdauung ist da noch nicht so richtig wach. Morgens lieber als erstes ein großes Glas mit lauwarmen Wasser trinken, um die Verdauung anzuregen.

EINE AUSWAHL AN MINERALSTOFFEN, DIE DEN HISTAMINSTOFFWECHSEL UNTERSTÜTZEN KÖNNEN

Eine Histaminintoleranz geht oft einher mit einem Mangelzustand von lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen. Bei den meisten HIT Betroffenen zeigt sich dies deutlich in den Laborwerten. Einige wichtige Mineralien, Vitamine und NEMs (Nahrungsmittelergänzungen) sind beim Histaminstoffwechsel (z.B. Vitamin C) von enormer Bedeutung, sodass ihr Fehlen gravierende Auswirkungen haben kann. Somit kann es sehr wichtig sein, bei einer Histaminintoleranz regelmäßig das Blut auf Mangel untersuchen zu lassen und wichtige Nährstoffe aufzufüllen. Bei der Diagnose Histaminitoleranz sollten daher immer die Blutwerte kontrolliert werden und Mängel ausreichend ausgeglichen werden – mindestens drei Monate sollte das Substitut eingenommen werden.

  • Vitamin B6 beeinflusst die Bildung von DAO positiv, unterdrückt die Destabilisierung der Mastzellen und baut das Cortisol (Stresshormon) Level ab
  • Zink hat eine anti-oxidative Wirkung, es bindet freie Radikale und andere Schadstoffe an sich und unterbindet die Freisetzung von Histamin durch die Mastzellen
  • Magnesiummangel begünstigt die Entstehung von Histidin, eine Aminosäure, welche Histamin bildet
  • Calcium wird nachgesagt, dass es Histamin bindet und aus dem Körper transportiert; Nahrungsergänzungsmittel (NEM) als natürliche Anti-Histaminika, ähnlich wie Vulkangestein hat Calcium eine entgiftende Wirkung
  • Vitamin D3 ist ein absolutes „Mangelvitamin” in unseren Breitenkreisen. Im eigentlichen Sinne ist es übrigens kein Vitamin, sondern ein Hormon. Dieses ist an vielen Schlüsselregulationen beteiligt und ein Mangel wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Vitamin D3 kann zum Beispiel Entzündungen eindämmen und die Bereitschaft zu Allergien heruntersetzen und Herzinfarkt vorbeugen. In Lebensmitteln ist nur sehr wenig Vitamin D3 enthalten, es kann vom Körper jedoch selbst gebildet werden: mit Hilfe von UVLicht über die Haut. Ein kurzes Sonnenbad mit mineralischem Sonnenschutz oder ganz ohne kann dem Körper helfen, sich mit Vitamin D3 zu versorgen.

Jeder Mangel kann im Umkehrschluss zu einem Übermaß und einer Überforderung des Körpers führen. Vitamine und Mineralien sollten nur substituiert werden, wenn Mangel besteht. Allerdings sind in vielen Laboren die Normwerte zu gering, daher ist ein ganzheitlich denkender Arzt oder Heilpraktiker von großer Bedeutung und kann bei der Einnahme unterstützend wirken. Falls doch selbst eingenommen wird: Nicht länger als 6 Wochen und immer auf die Qualität achten, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind und die Nährstoffe bioverfügbar vorhanden sind.

VORSICHT BEI ÜBERMÄSSIGER EINNAHME

Selbst, wenn die meisten Vitamine und anderen Stoffe im Körper zu keinen negativen Reaktionen führen, so kann ein Zuviel davon dennoch Probleme machen. Viele denken sich nämlich: Nehme ich ein bisschen mehr, das kann der Körper ja dann einfach wieder ausscheiden. Wie schwer dieses “einfach wieder ausscheiden” für manche Körper aber ist, das ist den wenigsten bewusst. Die Nieren und die Leber arbeiten sowieso schon auf Hochtouren um unseren Körper von Schlacken, Schadstoffen und Toxinen zu befreien. Ihre Arbeit können wir mit täglichen Entgiftungsmaßnahmen unterstützen. Unser Körper ist ein kleines Wunderwerk und je weniger wir ihn zusätzlich belasten, umso bessere Dienste wird er uns tun. Nicht umsonst entgiften wir.

WANN SIND NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL SINNVOLL?

Das ist nur bei Nährstoffen aus natürlichem Ursprung gegeben. Diese kosten leider auch gerne einmal das dreifache der künstlich hergestellten. Auch das hochgepriesene Vitamin B hat seine Schattenseiten: Vorsicht bei Vitamin B6, niemals hochdosiert und über einen längeren Zeitraum einnehmen! Dieses kann die Nerven schädigen. Lieber zu einem Kombi Vitamin B greifen und niemals ohne Absprache mit dem Arzt und nur bei Mangel einnehmen. Vitamin B6 ist normalerweise ausreichend im Körper vorhanden.“


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