Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/css-javascript-toolbox/framework/events/subjects/hook.subject.php on line 81

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/css-javascript-toolbox/framework/events/subjects/hook.subject.php on line 82

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/css-javascript-toolbox/framework/events/subjects/hook.subject.php on line 81

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/css-javascript-toolbox/framework/events/subjects/hook.subject.php on line 82
7 Gründe, warum Handarbeit glücklich macht - Ginger
Arbeit_Handarbeit

7 Gründe, warum Handarbeit glücklich macht

Was die Hände mit dem Gehirn zu tun haben, lässt sich perfekt an Babys und Kleinkindern beobachten. Direkt nach dem Mund als ihrem ersten sensorischen Medium kommen die Hände ins Spiel: Alles wird angefasst und somit in seiner Beschaffenheit erforscht. Herdplatten und offene Steckdose inklusive. Jedes Wesen lernt über das haptische Erkunden seine äußere Welt kennen, trainiert über das Berühren und Berührtwerden sein sich ausbildendes Gehirn.

Das hört im erwachsenen Leben nicht auf. Gutes und allgemein bekanntes Beispiel: das unbewusste Anfassen von Dingen beim Shoppen. Unsere Hände sind dem Gehirn und auch den Augen einen Schritt voraus. Sagen die fühlenden Finger über den Pulli an der Stange: „angenehm, weich fallend“, folgert unser Gehirn aus dieser Information „kratzt eher nicht, könnte elegant an dir aussehen“. Und das Auge sucht anschließend die Waschzettelinformation, um sicher zu gehen, dass es sich hier um Seide plus Kaschmir und nicht um Polyester handelt. Erst danach treffen wir die Entscheidung: Kaufe ich, kaufe ich nicht.

Sieht man sich die Entwicklung von Baumärkten und Gartencentern, Hobby- und DIY-Bedarfsartikelläden an, ist die Sehnsucht überdeutlich, wieder mehr mit den eigenen Händen zu tun. Kreativ zu werden, etwas zu erschaffen.

1. Handwerkliche Beschäftigung ist ein super Ausgleich

In einer Welt, in der alles 1000-fach aus irgendwelchen globalen Fabrikationsstätten in unsere Städte und Läden schwemmt, verwundert dieser Trend nur auf den ersten Blick. Denn diese Produkte ermüden, sie haben weder Sinn noch Seele, ihr massenhafter Konsum ohne Wertschätzung dokumentiert eher Entfremdung als Verbundenheit.

Die aber brauchen wir Menschen – wir müssen uns mit der Welt, die uns umgibt, verbunden fühlen. Das Schaffen von Dingen gibt uns darüber hinaus die Sicherheit, dass die eigene Existenz einen Sinn hat – mehr als nur den, die austauschbare Arbeiterbienen-Besetzung eines Schreibtischstuhls zu sein.

Ein Freund von mir rockt in hoher Managerposition Woche um Woche 10-Stunden-Tage. Er hat ein beneidenswertes Gehalt, ein schickes Auto, ein tolles Haus mit großem Grundstück. Nichts aber befriedigt ihn mehr, als letztere in einem dauerhaften Baustellenzustand zu halten und sein Auto mit Baumarkt-Kram zu beladen. Kommt er heim, wirft er sich in Arbeiterstiefel und -hosen, schnappt sein Werkzeug und reißt wahlweise Wände ein oder baut neue Zimmer aus. Pflügt sich durch Beete, legt neue Wege an.

Dieses Anwesen darf und wird niemals fertig werden – denn ohne diese intensive körperliche Arbeit könnte er sein Business-Leben gar nicht ertragen. Sie ist der Ausgleich zu einer vornehmlich abstrakte Erfolge feiernden beruflichen Situation und macht ihn zu einem zutiefst glücklichen, ausgeglichenen, einfallsreichen Menschen.

Damit ihr auch mehr Glück in euer Leben lasst, kommen hier die x besten Gründe, wieder mehr mit euren eigenen Händen zu machen.

2. Gesunde Psyche: Sicherheit und Kontrolle

Die aktuelle Generation wächst mit einem Begriff auf, den vor 15, 20 Jahren niemand so oft in den Mund nahm wie heute: Krise. Alles ist unsicher geworden, nichts scheint mehr Bestand zu haben. Das prägt nicht nur die Jugendlichen, sondern beeinflusst unser aller Leben. Der Wunsch nach einer gewissen Kontrolle, und sei sie auch noch so klein und individuell, ist eine psychologisch völlig nachvollziehbare und zutiefst menschliche Reaktion. Kontrolle gibt uns Erdung – und jeder kleine Erfolgsmoment belohnt uns.

(Anstrengende) handwerkliche Arbeit inklusive der tiefen Befriedigung, sobald man sein Projekt gemeistert hat, stärkt die psychische Gesundheit (dass Depressionen in den westlichen Ländern zu den wachsenden Krankheitsbildern zählen, untermauert diesen Ansatz).

Das kennt man auch aus dem Sport, wenn man nach starker Anstrengung eine Art Hochstimmung erlebt. Dieselben Glücks-Gefühle beschert euch auch eine Stunde intensive Gartenarbeit – oder das Bauen von Dingen. Hier klopft zum Belastungs-High noch die Freude am Erschaffenen beim Belohnzentrum im Gehirn an.

Ob es der selbst gebaute Küchentresen ist oder ein IKEA-Hack: Wenn’s fertig ist, ist es ein Unikat, auf das ihr zu Recht mächtig Stolz sein könnt.

3. Futter für die Sinne: Verbinden, Lernen, Optimieren

Das bekannteste Beispiel dafür, dass bestimmtes Nutzungsverhalten der Hand das Gehirn programmiert, ist der Daddel-Daumen der Generation Smartphone. Der für die Fingerfertigkeit zuständige Gehirnbereich – der“somatosensorische Cortex“ – ist bei Menschen, die von klein auf an viel am Handy texten, im iPad wischen oder an der Playstation spielen, ganz anders ausgebildet als bei uns Vorgängergenerationen.

Im Rückschluss ist die These zulässig, dass ein Mangel an handwerklichen Tätigkeiten bestimmte Regionen zwischen den Ohren verkümmern lässt. Aber da das Gehirn lernfähig ist, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Sucht euch einfach ein handwerkliches Hobby! Eine Freundin – mehrfache Mutter mit Medienkarriere – erzählte mir neulich von einer wie im Rausch durchstickten Nacht.

Jepp, richtig gelesen: Sticken. Sie hat aus Jux am Abend an einem Kissen damit angefangen, dann kickte der Ehrgeiz ein, so gut zu sticken wie früher im Handarbeitsunterricht. Nadel und Faden wanderten erst im Morgengrauen zurück ins Körbchen – und die Freundin sank höchst zufrieden für eine klitzekleine Mütze Schlaf ins Bett.

4. Gemeinsam glücklich: Stärkt den Familiensinn

Nein, mein Sohn ist kein Wunder der Natur. Frage ich ihn, ob er mir im Garten hilft, ernte ich genau so eine lange Och-nee-Flappe wie die allermeisten Mütter anderer Kinder. Da ich aber alles besser weiß als er (ich lebe ja schon etwas länger, da darf ich das behaupten), weiß ich auch: Wenn wir mit dem Umjäten / Unkrautziehen/ Blumensäen fertig sind, geht es ihm besser. Und Spaß wird es ihm auch gemacht haben. Bisher wurde ich jedes Mal bestätigt. Und unser aller Schlaf profitiert ebenfalls davon.

Für Familienpsychologen ist es täglich Brot und Binse: In Familien, die zusammen etwas machen, statt nur nebeneinander her zu leben (oder noch schlimmer: gemeinsam einsam in ihre Smartphone-Welten versinken!), geht es fröhlicher und stabiler zu. Denselben Ansatz – einfach etwas machen, statt immer zu reden – verfolgt entsprechend auch manche Therapie bei gestörten Kind-Familie-Beziehungen.

5. Stopp dem Wissensverfall: Aussterbende Fähigkeiten

Bestimmte handwerkliche Fähigkeiten gehören zu den vom Aussterben bedrohten Arbeitsarten. Schuster? Wer lernt das noch? Und wer soll Jüngeren beibringen, wie man einen Schuh herstellt, wenn man ihn nur noch zum Schnellklebedienst bringt, wenn sich die Sohle löst – oder gleich ein neues Paar kauft, weil alles derart billig-billig produziert wird?

Sticken, Stopfen, Häkeln, Hutmachen – es hatte einen guten Grund, warum zum Beispiel das Couture-Haus Chanel seit 1985 viele kleine Handarbeits-Spezialisten aufgekauft hat. Denn dieses für die Haute Couture unverzichtbare Wissen darf nicht sterben, sondern muss weiter gegeben werden. Das funktioniert in Hochpreisländern ohne größere Unterstützungs-Anstrengungen wie die durch Chanel kaum noch. In Niedriglohnländern ist die nötige Qualität oft nicht gegeben.

Inzwischen hatte das Nähen, Filzen und Stricken bereits sein Comeback durch die Hipster-Vorhut. Schrebergärten haben den Ruch des Spießertums längst abgelegt, überall entstehen Permakultur-Anlagen und ähnliche Projekte, in denen Wissen über natürlichen Bau- und Anbauweisen vermittelt wird.

Ich persönlich finde es hochgradig erstrebenswert, wenn Jugendliche vor einer eventuell akademischen Ausbildung eine handwerkliche Arbeit erlernen. Das schafft Respekt vor diesen Berufen, ermöglicht eventuell sogar die Querfinanzierung eines Studiums oder einer weiteren Ausbildung, und im Fall aller Fälle hat man stets ein zweites Standbein, wenn im Job mal etwas nicht ganz glatt läuft. Oder man sich beruflich lieber unabhängiger fühlen würde, aber rein existentielle Überlegungen einen an einen ungeliebten Job ketten.

6. Wertschätzung statt Konsumterror

Wer je eine Mauer mit eigenen Händen gezogen hat; ein Kleid selbst geschneidert, einen Garten über Monate geplant und angelegt, ein Auto aufgearbeitet hat – der sieht unsere irre Welt der Waren mit anderen Augen. Wir alle finden es doch (mehr oder weniger bewusst) irritierend, dass T-Shirts nur 5 € kosten oder Lederschuhe für läppische 30 € zu haben sind.

„Weniger ist mehr“ wird als gesellschaftliche Haltung daher zusehends populärer. Das Weniger kann dann auch ruhig mehr kosten. Niemand muss wirklich alle Naselang seinen Kleiderschrank neu mit billigem Trendfummel bestücken. Und ab einem bestimmten Alter hat man eh alles, in der Regel mehrfach.

An dieser Stelle verhilft die eigene handwerkliche Beschäftigung sogar gleich zu doppelter Neuorientierung: zum einen in Sachen Wertschätzung gegenüber der Welt der Dinge, zum anderen gegenüber dem eigenen Zeitmanagement. Wer neben den beruflichen Aufgaben noch handwerklichen Tätigkeiten nachgeht, hat fürs Shopping als Ersatzbefriedigung gar keine Zeit mehr 😉

7. Zeit bekommt eine schöne neue Dimension

Sie vergeht beim DIY wie im Flug, die Zeit, die euch im Büro oder am Arbeitsplatz manchmal so zäh fließend erscheint. Man wollte nur noch kurz am Pullover weiter stricken, an der Werkbank weiter schleifen – und schwupps, wurden daraus 3, 4 Stunden.

Was hättet ihr sonst mit dieser Zeit gemacht? Serien angeschaut, benebelnde TV-Shows über euch ergehen lassen? In einer Bar gestanden? Wenn ihr wenigstens Sport als Ausgleich fürs ungesunde Sitzen treibt, seid ihr fein raus, denn dabei erlebt ihr dieselben positiven Effekte der physischen Anstrengung wie bei der Arbeit mit den Händen.

In diesem Sinne: Verschafft euch mehr Sinn für alle Sinne!

 

 


Eure Meinung? Ich freue mich über Kommentare

Mehr von diesem Autor

Möchtest Du uns lieben …

… und ehren, in guten wie in besseren Tagen?

Sag Ja zum Ginger Newsletter!

(natürlich geben wir deine Daten niemals an Dritte weiter)
Diese Einladung bitte nicht mehr anzeigen.

Fatal error: Uncaught Error: [] operator not supported for strings in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/indeed-social-media/includes/functions.php:1032 Stack trace: #0 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/indeed-social-media/includes/ism_view.php(42): ism_return_sm_arr_ready(Array, Array) #1 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/indeed-social-media/indeed-social-media.php(217): require('/homepages/33/d...') #2 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-includes/plugin.php(496): ism_filter('') #3 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-includes/general-template.php(2220): do_action('wp_footer') #4 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/themes/bucket/footer.php(130): wp_footer() #5 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-includes/template.php(501): require_once('/homepages/33/d...') #6 /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-includes/template.php(477): load_template('/homepages/33/d...', true) #7 in /homepages/33/d264859462/htdocs/gingermag.de/wp-content/plugins/indeed-social-media/includes/functions.php on line 1032