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Die besten Gemüse für euren Balkongarten

Wahres Bio kommt nicht aus dem Supermarkt, sondern aus dem eigenen (nicht chemisch gedüngten) Garten. Denn leider ist nur bedingt Verlass auf die vielen sogenannten Bio-Siegel, mit denen die halbe Gemüseabteilung durchsetzt ist. Sicher sein kann nur, wer sein Gemüse selbst zieht.

Das ist zum Glück einfach und erfordert oft weniger Platz, als man denkt. Viele Gemüsesorten brauchen nicht einmal Beete, sondern sprießen auch sehr fröhlich auf dem Balkon. Wir haben die besten Gemüsesorten rausgesucht, mit denen ihr euren Balkon oder das Terrassenhochbeet zum Nutzgärtchen macht.

Balkongärtnern – das gilt es zu beachten:

  1. Außer Luft und Wasser brauchen Pflanzen Nahrung Ideal wäre, Erde mit etwas Kompost zu mischen, das ergibt eine perfekte Nährstoffgrundlage. Falls ihr diese Möglichkeit nicht habt, achtet darauf, torffreie Erde zu verwenden. Der Abbau von Torf gefährdet unsere Moore und deren Tierwelt – das wollen wir auf keinen Fall unterstützen. Hier findet ihr eine Übersicht über torffreie Erde – shoppt am besten nicht im Baumarkt, sondern in einer Großgärtnerei und fragt nach torffreien Produkten.
  2. Da Pflanzen in Töpfen nur ein begrenztes Erdreich haben, macht ein Bio-Langzeitdünger Sinn. Der liefert alle wichtigen Nährstoffe und verspricht euch eine gute Ernte.
  3. Investiert in alte Gemüsesorten. Sie sind leider etwas schwieriger zu bekommen, aber die Mühe, sie zu finden, lohnt: Aus dieser Saat wachsen robuste Pflanzen mit sehr geschmacksintensiven Früchten. Erkundigt euch bei eurer Gärtnerei des Vertrauens nach oder kauft online: Bei Bingheimer Saatgut oder beim Kultursaatgut könnt ihr sicher sein, dass ihr jenseits von Monsanto und Co. gärtnert.

8 Pflanzen, die im Balkongarten eine gute Figur machen

Blattsalat

Wer je einen selbst angebauten Salat gegessen hat, kauft nie wieder diese wässrigen Gewächse aus dem Supermarktregal. Blattsalat gehört zu den ersten Gemüsesorten, die ihr ernten könnt. Das bedeutet, dass ihr ruhig jetzt schon mit der Aussaat beginnen könnt. Dafür eignen sich alle festen Blattsalate wie Kopfsalat oder Lollo Rosso sowie Feldsalat.

Achtung: Zieht den Salat in einem extra Pflanzkasten, er versteht sich nämlich nicht so gut mit Petersilie, Sellerie oder Rüben. Lasst zwischen den einzelnen Pflanzen ihr einen kleinen Abstand. Salate lieben sonnige bis halbschattige Plätze.

Eine kleine Notiz zu Schädlingen: Schnecken lieben frische Salatblätter …

Tomaten

Es gibt unzählige verschiedene Tomatensorten: rote, grüne, dunkle, gesprenkelte, gelbe, riesige, kleine Tomaten. und alle haben unterschiedliche Aromen, Festigkeiten, Wuchs- und weitere Eigenschaften. Fürs Anpflanzen im Topf holt ihr euch eine bereits vorgezogene Tomatenpflanze. In Kübeln wachsen sehr gut Tomatensorten mit kleinen Früchten wie Rispentomaten, da sie am schnellsten reifen.

Tomaten sind sehr frostempfindlich, stellt sie am nicht zu früh / ab Mai auf den Balkon. Sie lieben viel Sonne, irgendwann eine Rankhilfe und ordentlich Wasser – gießt am besten jeden Tag, wobei das Wasser ablaufen können muss. Tomaten möchten keinesfalls den ganzen Tag mit den Füßen im Feuchten stehen.

Die meisten Hobbygärtner geizen ihre Tomatenpflanzen aus, damit sie mehr Früchte tragen. Ich habe aber auch schon von vielen gehört, dass sie das nicht tun und seitdem viel schönere und größere Pflanzen bekommen – und offenbar auch mehr Tomaten.

Kartoffeln und Süßkartoffeln

Wer sehr wenig Platz hat und auch eher wenig Sonne, könnte seine Aktivitäten auf ein Dasein als Klein-Kartoffelbauer verlegen. Die Erdäpfel sind sehr einfach anzubauen, ein Eimer (mindestens 12 Liter) genügt im Prinzip, 2 – 3 Mal anhäufeln, das war’s.

Dabei ist es egal, ob ihr Kartoffeln oder Süßkartoffeln anpflanzt. Wartet damit vielleicht noch bis Ende April mit dem Anbau, die Ernte erfolgt dann im Herbst. Kartoffeln mögen keine Staunässe, deshalb muss euer Pflanzkübel Löcher im Boden haben und mit Tonscherben oder Ähnlichem ausgelegt sein. Hier findet ihr eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Kartoffelanbau.

Zuckererbsen

Bei mir landen Zuckererbsen nur selten im Kochtopf. Meist naschen wir sie nämlich schon vorher alle auf. Sie brauchen etwas Platz zum Hochrankeln und Wachsen, sind aber darüber hinaus ziemlich unkompliziert. Außerdem lieben Zuckerschoten, wie fast alle Gemüsesorten, die Sonne, sie brauchen eine Rankhilfe und am besten einen lockeren, mit Humus versetzten Boden. Die beste Zeit für eure Aussaat ist Ende April bis Anfang Juni.

Gurken

Kleine Sorten der Gurkenpflanzen eignen sich ebenfalls für den Anbau auf dem Balkon. Ihr habt noch ein sonniges Plätzchen frei? Dann sorgt doch mit ein paar Gurken für eure Sommersalate oder zum Einlegen vor. Die Aussaat kann ab Mitte Mai beginnen, Ende Juni wachsen meist schon die ersten Blüten, und Ende Juli/ Anfang August könnt ihr die Ernte einfahren.

Je mehr Erde die Gurke zur Verfügung hat, desto ertragreicher fällt sie aus. Eigentlich rankeln Gurken auf dem Boden, deshalb müsst ihr eure die Pflanzen an Rankgittern hochbinden. Viel gießen, keine Staunässe, lautet die Pflegeformel. Wie ihr die ideale Erde für Gurken schichtet, könnt ihr hier lesen.

Radieschen

Radieschen liefern schnelle Erfolge – von der Aussaat bis zur Ernte brauchen sie meist nur 4 – 6 Wochen. Beginnt mit der Aussaat ruhig schon bald. Radieschenfans können bis in den September alle drei Wochen wieder frisch aussäen, so haben sie den ganzen Sommer lang was vom knackigen Gemüse.

Zwischen den einzelnen Pflanzen lasst ihr am besten 4  -5 cm Platz, damit sich die Radieschen nicht gegenseitig beim Wachsen behindern. Sie brauchen natürlich Sonne (mindestens 4 – 5 Stunden am Tag), vertragen aber auch ein halbschattigen Platz. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht nass sein.

Mehr zum Anbau der einzelnen Gemüsesorten könnt ihr bei urban farmer lesen.

Kräuter und Kapuzinerkresse

Was auf keinem Balkon fehlen sollte, sind frische Kräuter. Ob Petersilie, Basilikum oder Rosmarin – frische Kräuter bringen Pepp in eure Küche. Eigentlich könnt ihr so ziemlich jedes Kraut auf den Balkon stellen, viel Platz ist nicht nötig, ernten werdet ihr den ganzen Sommer lang – und den Rest könntet ihr vorm Winter noch schnell trocknen. Eine Übersicht der beliebtesten Kräuter findet ihr hier.

Noch etwas Farbe in den Salat oder Quark zaubert die Kapuzinerkresse. Die Pflanze ist extrem unkompliziert und kann eigentlich gar nicht eingehen, sie wächst sogar im Schatten. Ihre orange-gelb leuchtenden Blüten sind essbar, haben einen feinen würzig, scharfen Geschmack und sind ein sehr schöner Hingucker in Salaten, auf Brot oder als Garnierung auf dem Dessert.

Darüber hinaus ist die Kapuzinerkresse sehr gesund, sie wird als Heilpflanze gegen Erkältungen und Husten eingesetzt und stärkt das Immunsystem. Also traut euch, Blüten zu essen.


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